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Landtag

Bauernverband: Mehr Schutz landwirtschaftlicher Nutzflächen

In der Debatte um eine Obergrenze für den Flächenverbrauch in Bayern fordert der Bauernverband mehr Schutz von landwirtschaftlichen Nutzflächen. „Pro Tag verschwinden in Bayern durchschnittlich 9,8 Hektar fruchtbarer Boden unter Teer und Beton. Der Entzug von land- und forstwirtschaftlichen Flächen ist dramatisch und muss endlich eingedämmt werden“, sagte Bauernpräsident Walter Heidl am Donnerstag bei einer Anhörung zum Flächenverbrauch im Landtag in München. Seit 1960 seien im Freistaat durch einen verschwenderischen Umgang mehr als 840 000 Hektar Felder und Wiesen verschwunden. „Das entspricht der gesamten Acker- und Wiesenfläche von Schwaben und Unterfranken zusammen.“

Vor dem bayerischen Landtag hängt ein großes Plakat mit Kritik am zunehmenden Flächenverbrauch. Foto: Peter Kneffel/Archiv
Vor dem bayerischen Landtag hängt ein großes Plakat mit Kritik am zunehmenden Flächenverbrauch. Foto: Peter Kneffel/Archiv

München.Aus Sicht des Bauernverbandes müsse es künftig eine Verpflichtung für Kommunen geben, Ersatzflächen für verbaute Felder und Wiesen zu schaffen. Bei Waldflächen sei dies bereits gesetzliche Pflicht.

Bei der Anhörung im Landtag dreht sich alles um die Frage, ob die von den Grünen und einem breiten Bündnis von Umweltschützern geforderte Obergrenze für die Bebauung bislang unverbauter Flächen auf fünf Hektar pro Tag sinnvoll ist. Ein Antrag auf ein entsprechendes Volksbegehren wurde in der vergangenen Woche vom Innenministerium an den Bayerischen Verfassungsgerichtshof verwiesen. Die regierende CSU lehnt dies bislang ab und setzt auf freiwillige Maßnahmen. Derzeit beträgt der Flächenverbrauch in Bayern rund 13 Hektar am Tag.

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