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Kommunen

Baumfällungen in Augsburg von Protesten begleitet

Trotz heftiger Kritik von Teilen der Bevölkerung hat sie Stadt Augsburg am Dienstag mit dem Fällen von insgesamt 96 alten Bäumen begonnen. Zu Beginn der Arbeiten blockierten rund 50 Menschen die Anfahrt einer Maschine. Mit einer zweiten Maschine sei dann allerdings bereits mit dem Fällen der Bäume am Herrenbach begonnen worden, berichteten Sprecherinnen der Polizei und der Stadt. Rund um das Gebiet wurde eine große Sperrzone eingerichtet. Polizisten nahmen die Personalien von Menschen auf, die sich in dieser Zone aufhielten.

Augsburg.Die Stadt begründete die Fällaktion damit, dass die Bäume bei einem Sturm umfallen und deren Wurzeln ein Loch in den Deich neben dem Gewässer reißen könnten. Bis zu 30 Millionen Liter Wasser könnten dann in das dahinterliegende Wohngebiet fließen, hieß es. Zunächst sollen 34 größere Bäume gefällt werden, im Herbst und 2019 soll es weitere Aktionen geben. Wegen der Brutzeit habe es für die ersten Fällungen eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung gegeben, erklärte eine Stadtsprecherin. Falls in den Bäumen Nester sind, sollen diese ebenso wie mögliche Fledermausbestände umgesiedelt werden.

Am Montagabend hatte es wegen der Proteste kurzfristig eine Informationsveranstaltung gegeben, zu der nach Angaben der Stadt etwa 200 Bürger gekommen sind. Kritiker gehen davon aus, dass es andere Möglichkeiten gegeben hätte, um den Hochwasserschutz am Herrenbach sicherzustellen.

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