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Bayern fördert Gigabit-Ausbau

Das Ziel des Finanzministers: Bis 2025 landesweit Gigabit. Das Ja aus Brüssel bringt den Freistaat in eine Pionierrolle.

Mehr Glasfaserleitungen sollen ganz Bayern ins Gigabit-Zeitalter befördern.Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild
Mehr Glasfaserleitungen sollen ganz Bayern ins Gigabit-Zeitalter befördern.Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild

München.Von März 2020 an wird in ganz Bayern der Ausbau des Gigabit-Internets gefördert. Dies war bisher nur dort möglich, wo es noch kein Breitbandnetz von 30-Megabit gibt. „Nach mehr als zwei Jahren mit Prüfungen und Verhandlungen hat die Europäische Kommission den Antrag des Freistaats auf eine landesweite Gigabitförderung genehmigt“, sagte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) am Mittwoch bei der Vorstellung der Gigabit-Richtlinie in München. Pro Kommune stünden zum Schließen der so genannten „grauen Flecken“ Fördersummen von bis zu acht Millionen Euro zur Verfügung. Bayerns Ziel laute: Gigabit bayernweit bis 2025.

Breitbandausbau in Bayern

  • Zwischenbilanz:

    Die bayerische Breitbandförderung läuft seit Ende 2013. Seitdem wurden mehr als 2,3 Millionen Haushalte erstmals an das schnelle Internet angeschlossen.

  • Fördersumme:

    Für 1797 Kommunen wurden bereits mehr als 1,07 Milliarden Euro bereit gestellt. Mit der Gigabit-Förderung gibt es pro Kommune bis zu acht Millionen Euro.

Der Freistaat hatte die neue Strategie bereits bei sechs Pilotprojekten getestet. In diesem Zug waren etwa an Berching (Lkr. Neumarkt) 106 560 Euro geflossen. Breitbandmanager sollen jetzt auf die Kommunen zugehen, um über Fördermöglichkeiten zu beraten.

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Gewerbebetriebe wie Privatpersonen würden am Ende profitieren, so Füracker. Die Mindestzielbandbreiten lägen für gewerblich genutzte Anschlüsse bei mindestens ein Gigabit pro Sekunde und bei mindestens 200 Megabit pro Sekunde für Privatanschlüsse. Da diese Geschwindigkeiten nur mit Glasfasernetzen bis ins Haus erreichbar seien, können auch nur solche Anschlüsse noch gefördert werden. Bayern hatte sich in Brüssel mit Nachdruck für die neuen Optionen eingesetzt – in der EU wird bekanntlich genau darauf geachtet, dass es nicht zu Wettbewerbsverzerrungen kommt. „Unsere Ausdauer hat sich gelohnt: Diese Entscheidung ist nicht nur ein großer Erfolg für die bayerische Breitbandförderung, sie hat Vorbildcharakter für ganz Deutschland und alle EU-Mitgliedsländer.“

Bisher hatten die EU-Richtlinien verhindert, dass der Freistaat Kommunen beim Netzausbau unterstützt, wenn dort bereits relativ schnelle Breitbandleitungen vorhanden waren. Gerade Unternehmen benötigen aber längst Bandbreiten oberhalb von 30-Megabit. (dpa/is)

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