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Bedford-Strohm: „Hass und Gewalt sind nichts Normales“

Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat in seiner Predigt am Karfreitag zur Solidarität mit Verfolgten und Opfern von Gewalt aufgerufen. Die Christen kämen an diesem Tag zusammen, um an das Leiden von Jesus Christus zu erinnern, sagte Bedford-Strohm in der Münchner St. Matthäuskirche.

Heinrich Bedford-Strohm. Foto: Daniel Karmann/Archiv
Heinrich Bedford-Strohm. Foto: Daniel Karmann/Archiv

München.„Wenn wir am heutigen Karfreitag seines Todes gedenken, dann nehmen wir in dieses Gedächtnis hinein all die Menschen, die heute wie er Gewalt erleiden, die verfolgt werden, die ihr Leben verlieren“, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. „Hass und Gewalt sind nichts Normales.“

Bedford-Strohm rief die Gläubigen auf, sich gegen Ausgrenzung und Hassbotschaften einzusetzen. Der Weg der Gewaltfreiheit und der Liebe sei nicht naiv, sagte er unter Verweis auf die Worte Martin Luther Kings. „Lasst uns daran denken, wenn ganze Gruppen von Menschen in unserem Land ins Abseits gestellt werden sollen. Wenn sich das Misstrauen in unsere Herzen schleicht. Wenn das Gift der harten Worte und der schnellen Urteile sich in unsere Sprache schleicht. Lasst uns daran denken, wenn wir mit Hassmails zu tun haben.“

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