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Katastrophenfall

Behelfskrankenhaus in Weiden errichtet

Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Tirschenreuth steigt sprunghaft an. Der Katastrophenschutz ergreift Maßnahmen.
Von Isolde Stöcker-Gietl

Patienten in einem provisorischen Krankenhaus in Wuhan. Auch in Weiden entstand nun ein provisorisches Krankenhaus. Foto: Xiong Qi/XinHua/dpa
Patienten in einem provisorischen Krankenhaus in Wuhan. Auch in Weiden entstand nun ein provisorisches Krankenhaus. Foto: Xiong Qi/XinHua/dpa

Weiden.In der Stadt Weiden ist ein Behelfskrankenhaus für Menschen eingerichtet worden, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. In einer Pressemitteilung teilte die örtliche Einsatzleitung des Lagezentrums Katastrophenschutz Neuhaus (Lkr. Neustadt/Waldnaab) am Montag mit, dass die Anlage auf dem Gelände des Kepler-Gymnasiums Weiden entstehen wird. Je 40 Betten werden in den beiden Turnhallen der Schule für die stationäre Aufnahme von Patienten bereitgestellt. Die Mensa werde als Aufenthaltsbereich und für die Essensausgabe vorbereitet. Auch die notwendigen sanitären Anlagen stünden bereits zur Verfügung. Das Behelfskrankenhaus sei noch nicht in Betrieb, werde aber seine Arbeit kurzfristig aufnehmen können, heißt es weiter. Neben dem Bauhof der Stadt Weiden, unterstützten mehrere Feuerwehren sowie das Technische Hilfswerk sowie das THW Weiden sowie die Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes die rasche Umsetzung. Hintergrund der Maßnahme dürfte der rasante Anstieg von Infizierten im Landkreis Tirschenreuth sein. Dort ist derzeit die Lage enorm angespannt.

Noch mehr Corona-Infektionen in Tirschenreuth

Stand Sonntag um 13 Uhr wurden im Landkreis Tirschenreuth 182 Fälle bestätigt. Der Schwerpunkt ist weiterhin in der Stadt Mitterteich mit 71 Fällen. Ein weiterer deutlicher Anstieg wird für die kommenden Tage befürchtet. Das Landratsamt ließ am Samstag bei rund 500 ermittelten Kontaktpersonen in einer mobilen Testanlage des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes Abstriche machen. Die Ergebnisse stehen noch aus und werden erst gegen Ende der Woche erwartet, so Landkreissprecher Wolfgang Fenzl.

Landrat zur Corona-Lage: „Jeder muss mithelfen“

Tirschenreuths Landrat Wolfgang Lippert hat die Bevölkerung noch einmal eindringlich darum gebeten, die Ausgangsbeschränkungen und in der Stadt Mitterteich die Ausgangssperre einzuhalten. „Wir können nur gemeinsam diese Herausforderung meistern, jeder muss mithelfen und sich an die Regeln halten. Nur so lässt sich die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen.“ Der erste Infektionsfall in Mitterteich war vor nunmehr 14 Tagen festgestellt worden. Nicht eindeutig geklärt werden konnte, ob ein eine Woche zuvor stattgefundenes Starkbierfest die hohe Zahl von Infektionen begünstigte.

Pandemie

Corona: 100 Medizinstudenten im Einsatz

Kliniken werden zum Dreh- und Angelpunkt bei der Bekämpfung des Virus. Mitarbeiter in Regensburg rücken solidarisch zusammen.

In Stadt und Landkreis Regensburg ist die Zahl der Infektionen laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) inzwischen auf 185 gestiegen. In den meisten Fällen ist der Verlauf mild. Am Universitätsklinikum befinden sich derzeit acht Patienten in stationärer Behandlung. Zwei der Covid-19-Erkrankten bräuchten intensivmedizinische Maßnahmen, teilte die Pressestelle auf Nachfrage mit. Keiner der Patienten befinde sich in einer lebensbedrohlichen Situationen. Insgesamt haben sich in der Oberpfalz (Stand Montag 13 Uhr) 534 Menschen mit dem Sars-Virus infiziert. Der Regierungsbezirk liegt damit in Bayern an dritter Stelle hinter Oberbayern und Niederbayern. In Oberbayern zählen die Behörden mit 3010 Infizierten derzeit die meisten Fälle.

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