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Kriminalität

Betrüger nutzen Corona-Angst aus

Polizei Oberpfalz warnt vor kriminellen Besuchern und Internet-Fakes. Gesundheitsämter messen kein Fieber an der Haustür!

Die Polizei warnt vor neuen Betrugsversuchen an der Haustür. Foto: dpa
Die Polizei warnt vor neuen Betrugsversuchen an der Haustür. Foto: dpa

Regensburg.Bundesweit häufen sich die Vorfälle, in denen Betrüger mit einer Coronavirus-Lüge versuchen, Zugang zu Wohnungen zu erhalten. Auch das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt vorsorglich, dass die Gesundheitsämter nicht persönlich zum Fieber messen an der Haustür erscheinen und auch nicht die Wohnung desinfizieren. Wer mit solchen Aussagen konfrontiert wird, sollte schleunigst die Tür schließen und den Notruf wählen. Bislang, so sagt Polizeisprecherin Franziska Meinl, sei in der Oberpfalz aber noch kein Betrugsversuch, der mit dem Virus spielt, angezeigt worden.

Bei Zweifeln Notruf wählen

Die Polizei warnt deshalb vorsorglich vor solchen Trickbesuchen. „Seriöse Firmen und Behörden melden Ihre Mitarbeiter an! Haben Sie Zweifel? Dann verwehren Sie in jedem Fall den Zutritt und wählen Sie den Notruf der Polizei über die 110“, heißt es in der Pressemitteilung. Selbiges gelte auch für den Fall, wenn sich angebliche Enkel telefonisch melden sollten und um Geld bitten, da sie im Ausland wegen des Coronavirus in Quarantäne festsitzt. Spätestens wenn ein angeblicher Helfer das Geld abholen will, sollte man hellhörig werden.

Getrickst wird mit der Angst vor dem Virus auch online. Aufforderungen per E-Mail, sich ein Programm fürs „Homeoffice“ herunterzuladen, sollte man unbedingt ignorieren, warnt die Polizei. Auch „begrenzte Angebote“ für Medikamente oder eine Schluckimpfung gegen eine Ansteckung mit „Covid-19“ sollten nicht weiterverfolgt werden. Aktuell gibt es keine Medikamente, die das Virus eindämmen oder gar ausschalten können. Diese mögliche Unwissenheit nutzen die Kriminellen aus. Auch mit Gesichtsmasken, Desinfektionsspendern und anderen schwer erhältlichen Waren versuchen Betrüger die Menschen übers Ohr zu hauen, warnt die Polizei.

Keinen Zutritt gewähren

Sie empfiehlt, fremden Personen keinen Zutritt zur Wohnung zu gewähren. Niemals Geld an der Haustür zu übergeben. Auch kein Geld an unbekannte Personen zu überweisen und misstrauisch zu sein, wenn die Zahlungsmethode nicht vertraut ist. „Im Zweifel rufen Sie uns an, wir machen auch Hausbesuche und haben schon so einige Betrüger verarztet“, heißt es in der Pressemitteilung. Weitere Informationen und Hinweise zu aktuellen Betrugsphänomenen sind unter www.polizei-beratung.de zu finden.

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