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Tierwelt

Blindenhund: Schutzengel auf vier Pfoten

Blindenführhunde sind für blinde Menschen weit mehr als nur ein wichtiges Hilfsmittel. Sie müssen gut ausgebildet sein..
Von Kerstin Hafner

Foto: PrazisImages
Foto: PrazisImages

Sinzing.Blindenführhunde leisten für ihre Halter weit mehr als nur das Auffinden barriere- und gefährdungsfreier Wege im öffentlichen Raum. Sie stellen für ihre blinden oder stark sehgeschädigten Menschen verlässliche Partner dar, mit deren Hilfe diese sich eigenständig und selbstbestimmt die Welt (zurück-)erobern können. Das Ziel seriöser Blindenführhund-Ausbilder muss daher sein, nicht so schnell wie möglich so viele Hunde wie möglich zu produzieren, um die große Nachfrage in Deutschland zu decken, sondern möglichst gut zusammenpassende Mensch-Hund-Gespanne auszubilden, die miteinander gefahrlos durch Dick und Dünn gehen können – wobei der Hund dem Menschen quasi seine Augen leiht, der Mensch aber mit all seinen anderen Sinnen aufmerksam bleiben und die Führleistung seines Hundes ein Leben lang konsequent kontrollieren muss. „Es ist ein weitverbreitetes Klischee, dass Blindenführhunde wie Maschinen funktionieren und sich durch nichts und niemanden von ihrer Arbeit ablenken lassen, solange sie im Geschirr laufen“, berichtet die Sinzingerin Claudia Detzer, die seit 20 Jahren Blindenführhunde ausbildet.

Auch ihre Kollegin Eva Rehm aus Offenstetten, die 25 Jahre Erfahrung mitbringt, hat schon viele unschöne Erfahrungen gemacht, wenn sie mit ihren Ausbildungshunden auf den Straßen Abensbergs, Regensburgs, Münchens oder Nürnbergs unterwegs ist. „Oft haben andere Hunde komplette Narrenfreiheit. Ihre Besitzer lassen sie einfach jeden anderen Hund anschnüffeln und belästigen, selbst wenn dieser ein Blindenführgeschirr trägt und ganz offensichtlich als arbeitender Hund zu erkennen ist.“ Kopfschüttelnd fährt sie fort: „Natürlich ist ein Artgenosse, der meinem Hund am Hintern rumschnüffelt oder ihn aus fünf Metern Entfernung bedrohlich anstarrt, ein ganz besonderer Reiz, den mein Hund nicht ignorieren kann – selbst wenn er sonst darauf trainiert ist, sich auf seine Aufgabe zu fokussieren und Umweltreize auszublenden, sobald er seine ‚Dienstkleidung’ trägt. Wenn man die Leute dann bittet, ihren Hund wegzunehmen, erntet man oft nur Unverständnis, so nach dem Motto: ‚Wieso, meiner tut doch gar nix!’ oder ‚Ihrer darf sich doch gar nicht ablenken lassen!‘ ... Das ist schon dreist. Ein Hund bleibt ein Hund. Ein Lebewesen mit Instinkten, kein Roboter, der auf Knopfdruck zu steuern ist.“

Passanten sollten Blindenführhunde nicht bei ihrer wichtigen Arbeit stören

Alle Passanten – ob mit oder ohne eigenen Hund – sollten Blindenführhunde also am besten einfach in Ruhe lassen, nicht locken, nicht streicheln, sondern lieber Rücksicht auf das Gespann nehmen und gegebenenfalls den Weg frei machen. Für einen Blinden ist es nämlich auch mit Hund noch schwer genug, sich im Großstadtlärm zu orientieren. Bittet eine blinde Person einen Passanten trotz Führhund um Hilfe bei der Orientierung, sollte dieser weder den Blinden am Arm noch dessen Hund am Geschirr mit sich ziehen, sondern nur verbal Auskunft geben. Mit den eigenen Hunden muss man grundsätzlich Abstand zum Blindenführhund halten. „Bei einem Rettungshund käme niemand auf die Idee, ihn von seinem Job abzulenken, aber beim Blindenführhund haben viele Leute Mitleid, weil er ja immer im Geschirr herumtappen muss und nie frei laufen darf. Das ist natürlich Blödsinn“, sagt Claudia Detzer. „Zur artgerechten Haltung eines jeden Blindenführhunds gehört, dass er sich zwischendurch auch mal im Park oder auf dem Land austoben darf. Für den Freilauf wechselt sein Besitzer einfach nur vom Geschirr auf ein Halsband mit Glöckchen und eine Kenndecke, die das Tier schon von Weitem als Blindenführhund identifiziert. Auf Zuruf kommt der Hund zu Herrchen oder Frauchen zurück, die sich so lange halt mit dem Blindenstock behelfen. Bei einigen Gespannen, die ich ausgebildet habe, ist die Bindung zwischen Mensch und Tier so eng, dass der Hund gar nicht gerufen werden muss, sondern aus eigenem Antrieb alle paar Meter umkehrt und bei seinem Menschen nach dem Rechten sieht.“

Doch wie funktioniert so eine Symbiose? Wie werden Mensch und Tier zur Einheit? Dafür braucht es seitens der Führhundeschule viel Fingerspitzengefühl. Zum einen schon bei der Auswahl geeigneter Welpen, dann bei der breitgefächerten Ausbildung und schließlich bei der Wahl des passenden Hundes für den Klienten. Anspruch auf einen Blindenführhund haben blinde oder stark sehbehinderte Menschen ab Unterschreitung eines bestimmten Sehwerts mit Gesichtsfeldeinschränkung. Laut Eva Rehm, zu deren Klientel rund 60 Prozent Vollblinde und 40 Prozent stark Sehbehinderte zählen, übernehmen in Deutschland in der Regel alle gesetzlichen Krankenkassen die kompletten Kosten für die Anschaffung eines Blindenführhundes, private Kassen dagegen nicht. Wer das Tier selbst finanziert, muss zwischen 25000 und 30000 Euro bezahlen, denn die Spezialausbildung ist umfassend und dauert bei seriösen Schulen ein ganzes Jahr. Auch Futter- und Tierarztkosten übernehmen die Kassen, denn ein Blindenführhund ist, rein rechtlich gesehen, ein Hilfsmittel der Kasse.

Bei der Auswahl geeigneter Hundeschulen müssen Interessenten aufmerksam sein

Blinde Menschen müssen in der Lage sein, Treppen zu steigen, um einen Blindenführhund haben zu können. Foto: Hafner
Blinde Menschen müssen in der Lage sein, Treppen zu steigen, um einen Blindenführhund haben zu können. Foto: Hafner

Den Hund gibt es nach einem Check beim Augenarzt auf Rezept. Voraussetzung seitens des Antragsstellers ist, neben der Volljährigkeit, auch ein abgeschlossenes Mobilitätstraining. Das heißt, der Anwärter muss sich in seinem Lebensumfeld orientieren können und körperlich in der Lage sein, längere Strecken mit einem Hund zu gehen sowie Treppen zu bewältigen, denn Rolltreppen darf ein Blindenführhund nicht gehen, weil er sich dort die Pfoten einklemmen könnte – und nicht überall existiert ein Lift. Hat der Augenarzt ein Rezept für einen Blindenführhund ausgestellt, führt der erste Weg am besten in eine gute Blindenführhundeschule. Und hier ist wegen stark schwankender Qualitätsstandards Vorsicht geboten, warnt der Verein „Deutsche Blindenführhunde e.V.“. Zum Beispiel existiere immer noch kein einheitliches Berufsbild für Ausbilder von Blindenführhunden. Außerhalb der Schulen der IGDF (International Guide Dog Federation; Anm.d.Red.), der in Deutschland nur wenige Ausbildungsstätten angehören, gebe es keine wirklich verbindlichen Zulassungsvoraussetzungen für das Betreiben einer Blindenführhundeschule. Nur die IGDF verlange als Ausbildungsabschluss Leistungsprüfungen ihrer Hunde in einer fremden Stadt mit einem fremden Blinden. Vereinfacht gesagt reiche eine Gewerbeanmeldung, um sich „Blindenführhundeschule“ nennen zu dürfen. Neben seriösen Anbietern gebe es immer auch Trainer, bei denen zweifelhafte Praktiken anzutreffen seien. Die Hunde würden dort viel zu früh, zu schnell und oft mit fragwürdigen Methoden ausgebildet. Auch Anbieter aus dem Ausland mit Überkapazitäten drängten vermehrt auf den deutschen Markt, heißt es vonseiten des Vereins.

Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Hunden ist riesig

Nach der dreiwöchigen Einschulungsphase, in der ein fertig ausgebildeter Hund und sein neuer Besitzer durch den Ausbilder zum Team geformt werden, ist eine sogenannte Gespannprüfung Pflicht. Erst nach erfolgreicher Prüfung bezahlt die Kasse den Hund. „Der Zeitraum ist aber nicht genau geregelt, das ist eine Grauzone. Und die Qualität der von den Kassen bestellten Gespannprüfer lässt auch oft zu wünschen übrig“, weiß Claudia Detzer, selbst Mitglied der IGDF. „Das ist gefährlich, denn die Menschen vertrauen diesen Hunden ihr Leben an. Aber auch bei den Ausbildern laufen zu viele schwarze Schafe rum, die nur das schnelle Geld machen wollen. Seit zwanzig Jahren kämpfen wir schon dafür, dass unser Beruf staatlich anerkannt wird.“ Claudia Detzer bildet pro Jahr im Schnitt nur drei Hunde aus. „Ich könnte jedes Jahr zwanzig verkaufen, so groß ist die Nachfrage“, sagt sie. Auch Eva Rehm hat eine Warteliste von zwei bis drei Jahren. Schleichen sich bei einem Gespann, das sie zusammengeführt hat, nach einiger Zeit Fehler ein, dürfen ihre Klienten mit allen Fragen und Problemen zu ihr kommen. Selbst wenn die Anfrage aus Berlin oder Hamburg kommt, fährt sie hin und hilft vor Ort.

„Meiner Erfahrung nach eignen sich der Labrador, Pudel, Golden Retriever und Australian Shepherd beziehungsweise Mischlinge dieser Rassen am besten für die Aufgabe.“

Eva Rehm

Eva Rehm und Claudia Detzer lehnen auch immer wieder Bewerber ab. Der neue Besitzer einer ihrer Hunde muss Tierliebe mitbringen, Geduld, Konsequenz und Freude am Erziehen. Er muss geistig und körperlich fit sein und die Sympathie zwischen Ausbilder und Klient muss ebenfalls stimmen, schließlich soll während der Einschulung ein vertrauensvolles Verhältnis entstehen. Kennenlerngespräche dauern oft mehrere Stunden, inclusive Spaziergang mit Stock und später mit Hund. Eva Rehm züchtet mittlerweile selbst Labradoodles, eine Mischung aus Labrador und Pudel, die die Stärken beider Rassen vereint, das Gemüt des Labradors mit der Intelligenz des Pudels. Weitere Hunde werden bei Bedarf zugekauft, sie müssen nicht reinrassig sein. „Meiner Erfahrung nach eignen sich der Labrador, Pudel, Golden Retriever und Australian Shepherd beziehungsweise Mischlinge dieser Rassen am besten für die Aufgabe“, sagt sie. Aber auch hier komme es immer auf das Individuum an. Schäferhunde seien mittlerweile oft zu krank, viele Rassen mit zu großem Schutztrieb wie Riesenschnauzer oder Hovawart eher ungeeignet. Der Hund müsse ein ausgeglichenes Wesen haben und wenig Aggressionspotenzial, er sollte leichtführig sein und lernwillig.

Die Hunde werden von gesetzlichen Krankenkassen finanziert, von den Privaten allerdings nicht. Foto: Hafner
Die Hunde werden von gesetzlichen Krankenkassen finanziert, von den Privaten allerdings nicht. Foto: Hafner

Claudia Detzer setzt vorrangig auf die Retriever: Labrador, Golden oder Flat Coated Retriever. Sie alle sind bekannt für ihr freundliches Wesen und ihren ausgeprägten „will to please“. Sie kauft Welpen erst, nachdem sie sie beim Züchter mehrfach auf ihre Tauglichkeit getestet hat, sei es durch akustische, optische oder haptische Reize. Welpen, die zudem sozial verträglich sind, kommen dann zu ehrenamtlichen Patenfamilien, die für Detzer Hunde aufziehen. „Ich habe da ganz unterschiedliche Leute. Ein Herr zieht mir schon den achten Welpen groß, oft sind es aber auch Studentinnen oder Mütter, die nur mal zeitlich begrenzt einen Hund für die Kinder haben wollen, bevor sie sich eventuell einen eigenen anschaffen oder wieder einen jungen für mich heranziehen.“ Futter- und Tierarztkosten übernimmt Detzer. Mit etwa einem Jahr übernimmt Detzer den Hund, sofern er dann immer noch für die Spezialausbildung geeignet ist. Bis dahin sollte die Patenfamilie ihm Grundgehorsam beigebracht haben. Eva Rehm übernimmt die Welpenausbildung selbst. Bei beiden Ausbilderinnen leben die Hunde mit im Haus, nicht in Zwingern.

Vor der Spezialausbildung steht ein ausführlicher Gesundheits-Check auf dem Programm. Die Kastration beider Geschlechter ist eine Pflichtvorgabe der Krankenkassen. Die Ausbildung selbst sei „ein Geduldsspiel mit Futterbelohnung“. Hunde lernen sehr ortsbezogen. Neue Kommandos üben sie zunächst immer am selben Zebrastreifen, Briefkasten oder Geldautomaten. Erst wenn das Kommando dort sitzt, wird es generalisiert. Ganz besonders wichtig ist der sogenannte „intelligente Ungehorsam“, beispielsweise das aktive Verweigern von Rolltreppen. Die Hunde beherrschen etwa 40 spezielle Befehle. Sie suchen Ampelpfosten, Zebrastreifen, Aufzüge, Briefkästen, Schalter, Ein-/Ausgänge, Fahrkartenautomaten, Geldautomaten, stoppen an allen Bordsteinkanten, egal ob hoch oder tief, und führen sicher über Treppen und um Bodenhindernisse. Dabei lernen die Hunde, auch Gefahrpunkte weit über ihrer eigenen Kopfhöhe anzuzeigen, den Menschen daran herumzuführen und nach Umgehen des Hindernisses sofort wieder auf den sicheren Gehweg zu leiten.

Zwischen einem Blinden und seinem Hund muss die Chemie stimmen. Foto: Hafner
Zwischen einem Blinden und seinem Hund muss die Chemie stimmen. Foto: Hafner

Eva Rehm gibt aber zu bedenken: „Der Hund stellt für den Blinden oder stark Sehbehinderten zwar eine große Erleichterung für die autarke Bewältigung des Alltags dar, kann aber auch Fehler machen.“ Will heißen: Ob die Überquerung an einem Zebrastreifen sicher ist, muss der Blinde selbst herausfinden, indem er auf den Verkehr hört oder Passanten fragt, wenn er sich unsicher ist. „Bei Ampeln muss der Blinde ebenfalls fragen oder auf ein Akustik- oder Vibrationssignal warten, denn jeder Hund ist rot-grün-blind“, so Rehm. Hunde zählen zu den sogenannten Dichromaten und sehen lediglich Farben im blauen und gelben Spektralbereich.

Eva Rehm lebt mit Ehemann und derzeit fünf Hunden auf einem großen Waldgrundstück mit Gästehaus. Bevor ein fertig ausgebildeter Blindenführhund an den passenden Klienten abgegeben wird, steht die dreiwöchige Einschulung auf dem Programm. In dieser Zeit wachsen der Hund und sein neuer Besitzer zu einem Team zusammen. „Die erste Woche der Einschulung verbringt mein Klient bei uns. Sein neuer Hund zieht mit ihm ins Gästehaus. Eine Woche lang lernt der Blinde, den Hund selbständig zu versorgen, ihm das Führgeschirr oder für den Freilauf die Kenndecke samt Halsband mit Glöckchen anzulegen.“ Dabei ist es wichtig, dass der Blinde ohne Partner anreist. „Denn nur so ist sichergestellt, dass ihm niemand zur Hand geht und er mit dem Hund selbständig wird.“ Auch aus Sicht des Hundes sei es besser so, sagt Rehm. „Denn Tiere neigen dazu, sich automatisch an der Person zu orientieren, die mehr Sicherheit ausstrahlt, und das ist nun mal in der Regel der Sehende. Außerdem lernt der Sehbehinderte alle Kommandos für den Hund, indem er mit ihm unter Aufsicht erste Touren in einer Gegend unternimmt, in der der Hund sein Handwerk erlernt hat.“

Nach der Einführungswoche zieht der Hund zu seinem neuen Besitzer. Sowohl Detzer als auch Rehm arbeiten anschließend die nächsten zwei Wochen täglich vor Ort mit dem neuen Gespann. „Es geht um die Alltagsroutine, um Laufwege, tägliche Gewohnheiten, das Umfeld der Person. Ich helfe den beiden, sich gemeinsam zurechtzufinden. Blindenführhunde dürfen überall mit rein, in jedes Geschäft, in Büros, in Arztpraxen, sogar in Krankenhäuser, selbst im Flugzeug dürfen sie mit in die Passagierkabine“, sagt Rehm.

Oft suchen sich die Tiere ihre Menschen selber aus

Welcher Hund zu welchem Menschen passt, entscheiden das Gehtempo, Temperament, die Körpergröße und die persönlichen Vorlieben des Kunden. Ein sehbehinderter Klient von Eva Rehm ist zum Beispiel sehr sportlich und läuft sogar Marathon. Er bekommt demnächst einen lauffreudigen Labradoodle-Rüden von der erfahrenen Trainerin.

„Jeder Hund entwickelt sich sein Leben lang weiter, entweder in die gewünschte positive Richtung, oder eben in die andere Richtung, wenn man schludert.“

Eva Rehm

„Bei mir suchen sich eigentlich die Hunde ihren Menschen aus“, sagt Claudia Detzer. „Ich sehe am Verhalten des Hundes und an der Körpersprache des Menschen, ob es passen könnte. Dann checke ich die Führleistung. Wenn sich die Schwächen und Stärken von Zwei- und Vierbeiner ergänzen, ist das die beste Voraussetzung für ein gut funktionierendes Gespann.“ Der Sehbehinderte sei trotzdem fortwährend gefordert, seinen Hund zu kontrollieren, damit er auch weiterhin alles richtig macht. Verwechsle ein Hund zum Beispiel einen Briefkasten mit einem Kaugummiautomaten, müsse man ihn korrigieren. „Jeder Hund entwickelt sich sein Leben lang weiter, entweder in die gewünschte positive Richtung, oder eben in die andere Richtung, wenn man schludert“, sagt Rehm.

Die Nachfrage nach Blindenführhunden ist enorm groß. Foto: Hafner
Die Nachfrage nach Blindenführhunden ist enorm groß. Foto: Hafner

Kommen bestimmte Dinge wie zum Beispiel tief hängende Äste auf den Alltagswegen des Gespanns nie vor und nach einem Sturm hängt doch mal ein angebrochener Ast auf Kopfhöhe des Menschen herab, kann es sein, dass der Hund das Hindernis nicht anzeigt, weil er so etwas eben schon viele Monate oder gar Jahre nicht mehr anzeigen musste.

„Ich rate jedem, immer einen klappbaren Blindenstock dabeizuhaben, um in solchen Situationen abklären zu können, womit man es zu tun hat und dann den Hund zu korrigieren, indem man ihm das Objekt mit dem verknüpften Kommando zeigt und erneut darauf zugeht. Erst wenn der Hund sicher vorbeiführt, darf man ihn lo

ben.“ Übung macht also den Meister. Läuft alles optimal, dann gehen der Hund und sein Herrchen zusammen sprichwörtlich durch Dick und Dünn.

Der Text ist eine Leseprobe aus der Sonntagszeitung, die die Mittelbayerische exklusiv für ePaper-Kunden auf den Markt gebracht hat. Ein Angebot für ein Testabo der Sonntagszeitung finden Sie in unserem Aboshop.

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