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Naturschutz

BN für Alpentransitbörse

Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) fordert zur Eindämmung des Verkehrs über die Alpen und besonders auf der extrem belasteten Brennerstrecke eine Alpentransitbörse. Eine Deckelung der Fahrten könne ein Instrument sein, um den zunehmenden Verkehr einzudämmen und auf die Schiene zu bringen, sagte der Landesbeauftragte Richard Mergner am Mittwoch. „Wir brauchen für den sensiblen Alpenbogen eine klare Begrenzung.“ Die Staatsregierung habe sich unrühmlich verhalten. „Sie war Bündnispartner der Lkw-Lobby.“

Das Logo des Bundes Naturschutz Bayern. Foto: Claus Felix/Archiv
Das Logo des Bundes Naturschutz Bayern. Foto: Claus Felix/Archiv

München.Die Forderung nach einer Börse für begrenzte Lkw-Durchfahrtsrechte, die früher schon Umweltschützer in der Schweiz für Alpentransitrouten vorgeschlagen hatten, ist Teil einer umfassenden Alpenstrategie des BN. Dazu zählen auch die erneute Forderung nach einer Rücknahme der Umwidmungen des Alpenplans im Zusammenhang mit dem Riedberger Horn sowie eine Schließung der Lücken zwischen Schutzgebieten.

Mergner, der als Kandidat für die Nachfolge des langjährigen Vorsitzenden Hubert Weiger zur Wahl steht, verwies auch auf die Alpenkonvention. Darin hätten sich die Alpenländer verpflichtet, Belastungen im alpenquerenden Verkehr zu senken und Marktanreize für eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu schaffen. Der BN prüfe, ob es auf dieser Basis eine Klagemöglichkeit gegen den geplanten Ausbau der Autobahn A8 München -Salzburg möglich sei.

Die Umweltschützer kritisierten auch den Bau neuer Straßen und Parkmöglichkeiten. „Man kann das Problem nicht mit dem Ausbau von Parkplätzen lösen, sondern mit einem Abbau“, sagte der Sprecher des BN-Landesarbeitskreises Alpen, Axel Doering. Die Menschen kämen nur ohne Auto, wenn sie wüssten, dass sie ohnehin keinen Parkplatz bekämen.

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