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Bouffier mahnt zu Besonnenheit im Unionsstreit

CDU-Bundesvize Volker Bouffier hat zu Besonnenheit im erneut eskalierten Asylstreit der Unionsparteien aufgerufen. „Europa hat sich bewegt wie noch nie, auch auf Druck der CSU“, sagte der hessische Ministerpräsident vor einer CDU-Präsidiumssitzung am Sonntag in Berlin. „Es wäre aus meiner Sicht höchst unklug, wenn wir jetzt unabgestimmt als Antwort nationale Maßnahmen machen.“

CDU-Bundesvize Volker Bouffier. Foto: Boris Roessler/Archiv
CDU-Bundesvize Volker Bouffier. Foto: Boris Roessler/Archiv

Berlin.Entscheidend sei, „dass wir jetzt das umsetzen, dass wir besonnen bleiben, dass die Union beieinander bleibt.“ Das sei die Grundlage für eine stabile Regierung. „Ohne stabile Bundesregierung kann ich deutsche Interessen nicht vertreten“, mahnte Bouffier. „Ich denke und hoffe, dass das alle so sehen.“ Er betonte: „Es kann ja nicht im Ernst darum gehen, ob etwas mehr oder weniger wirkungsgleich ist.“

CSU-Chef Horst Seehofer hatte die Konfrontation zuvor verschärft und EU-Verhandlungsergebnisse von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sehr kritisch bewertet. Sie seien nicht wirkungsgleich mit den von der CSU verlangten Kontrollen und Zurückweisungen an der Grenze, sagte der Bundesinnenminister im CSU-Vorstand in München, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

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