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Diese Corona-Regeln gelten in Bayern

Bayern weicht die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus Schritt für Schritt auf. Was aktuell gilt.

Leere Sitze in einem Kinosaal: Ab Mitte Juni dürfen Kinos in Bayern wieder den Betrieb aufnehmen. Foto: Fabian Sommer/dpa
Leere Sitze in einem Kinosaal: Ab Mitte Juni dürfen Kinos in Bayern wieder den Betrieb aufnehmen. Foto: Fabian Sommer/dpa

Regensburg.Die strikte Ausgangsbeschränkung liegt hinter uns. Bayern lockert seine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus seit Anfang Mai Schritt für Schritt. Hier finden Sie einen Überblick über die aktuellen Regeln sowie den weiteren Exit-Fahrplan des Freistaats. Im Zentrum der Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern stehen die drei Maßnahmen Abstandsgebot, Maskenpflicht und Kontaktbeschränkung. Das Abstandsgebot und die Maskenpflicht seien laut Ministerpräsident Markus Söder „die Basis und das Fundament eines jeden Schutzkonzepts“.

Die Maßnahmen und Lockerungen im Überblick:

Gastronomie: In Bayern durften auch Gaststätten und Hotels schrittweise wieder öffnen: Außenbereiche von Gaststätten am 18. Mai, Speiselokale im Innenbereich am 25. Mai.
Die Auflagen für die Gastronomie:

  • Einschränkung von Öffnungszeiten: Innenbereich bis 22 Uhr, Außenbereich bis 20 Uhr (ab 2. Juni auch im Außenbereich bis 22 Uhr)
  • Ausarbeitung von Hygiene-Konzepten durch die Betriebe
  • Begrenzung von Gästezahlen
  • Sicherstellung von Abstand (Einlass/Ausgang separat, Reservierungspflicht)

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Corona-Mundschutz richtig tragen

Ab kommender Woche gilt in Bayern Maskenpflicht in Bus, Bahn und Geschäften. Wie werden Masken richtig aufgesetzt?

Hotellerie/Tourismus: Ab dem Pfingstwochenende (30. Mai) dürfen Hotels (inkl. Ferienwohnungen und Camping) und weitere Angebote im Tourismus wie Schlösser, Seenschifffahrt und Freizeitparks wieder öffnen. Busreisen für Individualbuchungen sind ebenfalls wieder erlaubt.
Für Hotels gelten diese Auflagen:

  • keine Öffnung von Angeboten mit gemeinschaftlicher Nutzung innerhalb von Hotels, insbesondere Wellness und Schwimmbad
  • Verpflichtendes Hygieneschutzkonzept wie in der Gastronomie,
  • Verpflegung nur mit Abstand und begrenztem Einlass

Sport: Nach wochenlangen Beschränkungen ist kontaktfreier Individualsport mit Abstand wieder erlaubt. Zu den erlaubten Sportarten zählen etwa Tennis, Leichtathletik, Golf und Segeln. Auch Reiten (draußen und in der Halle) sowie Flugsport sind seit dem 11. Mai möglich. Freibäder und andere Sportangebote wie Fitnessstudios und Tanzschulen dürfen in Bayern am 8. Juni wieder öffnen. Erlaubt wird dann auch wieder das Training von Mannschaftssportarten – wobei der Outdoor-Trainingsbetrieb in Gruppen von bis zu 20 Menschen zulässig ist. Auch Indoor-Sportstätten dürfen wieder öffnen. Für „kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien“ ist der Wettkampfbetrieb wieder zulässig.

Freizeit: Museen, Zoos, Bibliotheken, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten in Bayern durften bereits wieder öffnen. Auch Fahrschulen und Musikschulen durften am 11. Mai wieder öffnen. Theater und Kinos in Bayern dürfen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen ab dem 15. Juni öffnen. Auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen sollen dann wieder möglich sein.

Handel und Dienstleistungsbetriebe: Nach wochenlangen coronabedingten Zwangs-Schließungen durften am 11. Mai alle Geschäfte wieder öffnen, also auch alle größeren.
Diese Auflagen gelten weiterhin:

  • Mindestabstand von 1,5 Metern
  • Maskenpflicht
  • Nicht mehr als ein Kunde je 20 Quadratmeter Verkaufsfläche

Auch Einkaufszentren und Wochenmärkte sowie Dienstleistungsbetriebe können unter Auflagen am 11. Mai wieder öffnen.

Kinderbetreuung: Bayern will die Hälfte aller Krippen- und Kindergartenkinder bis Pfingsten wieder in die Kitas bringen. Am 11. Mai durften bestimmte Kinderbetreuungseinrichtungen wieder öffnen, unter anderem Waldkindergärten und Tagespflegeeinrichtungen mit bis zu fünf Kindern. Außerdem sind Spielplätze (keine Bolzplätze) wieder freigegeben.
Laut Beschluss des Kabinetts können folgende Ausweitungen in Richtung eines erweiterten Notbetriebes erfolgen:

  • Öffnung der Tagespflege: In der Tagespflege werden maximal 5 fremde Kinder gleichzeitig betreut. Die Großtagespflege bleibt vorerst geschlossen.
  • Öffnung von Waldkindergärten
  • Betreuung von Kindern mit besonderem erzieherischem Bedarf (§ 27 SGB VIII) und Kindern mit Förderbedarfen.
  • Betreuung von Kindern mit (drohender) Behinderung
  • Betreuung von Hortkindern der 4. Klasse
  • Betreuung von Kindern studierender Alleinerziehender.

Außerdem sollen privat organisierte, nachbarschaftliche oder familiäre, wechselseitige Kinderbetreuung in festen Kleingruppen möglich sein. In einem weiteren Schritt könne dann mit der Aufnahme der Vorschulkinder eine Ausweitung in Richtung eines eingeschränkten Regelbetriebes erfolgen. Zwischen den einzelnen Schritten sollten jedoch mindestens zwei Wochen liegen.
Die Notbetreuung soll in den Pfingst- und Sommerferien sichergestellt werden.

Schulen: Die Schulen öffnen schrittweise für immer mehr Jahrgänge. Erst nach den Pfingstferien Mitte Juni soll es wieder Präsenzunterricht für alle Schüler und alle Altersklassen geben. Am 11. Mai ging es zunächst mit den Jahrgängen weiter, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, sowie mit den Viertklässlern der Grundschulen. Am 18. Mai folgten die 1. Klassen, die 5. Klassen der Mittelschulen sowie die 5. und 6. Klassen der Realschulen und Gymnasien. Schüler müssen auf dem Schulgelände Masken tragen – allerdings nicht im Unterricht.
Für Lehrer, die einer Risikogruppe angehören, besteht im Zeitraum bis Pfingsten keine Präsenzpflicht. Betroffene Schüler können statt des Präsenzunterrichtes bis Pfingsten weiter zu Hause lernen.
Das Abstandsgebot kann in den Klassenräumen durch geteilte Lerngruppen umgesetzt werden. Dazu sei laut Beschluss – je nach konkreter Situation vor Ort – ein gestaffelter Unterrichtsbetrieb im wöchentlichen Wechsel der Gruppen (das heißt im wöchentlichen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Unterricht zuhause) anzustreben.
Mit Blick auf abgelaufene Urlaubszeiten bei Eltern soll in den Pfingst- und Sommerferien eine Notbetreuung sichergestellt werden.

Weiterbildung/Förderung: Ab 30. Mai dürfen Einrichtungen der Erwachsenen- und Weiterbildung, der Sprach- und Integrationsförderung sowie der Jugendarbeit wieder öffnen.

Krankenhäuser/Pflegeeinrichtungen: Bayern lockerte auch das strikte coronabedingte Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Erlaubt ist der Besuch einer festen, registrierten Kontaktperson oder eines Familienmitgliedes mit fester Besuchszeit. Voraussetzungen sind die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern und die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Besucher und besuchte Person.

Versammlungen: Versammlungen dürfen seit 4. Mai wieder mit maximal 50 Teilnehmern und Sicherheitsabständen von 1,5 Metern zwischen den Demonstranten stattfinden. Veranstalter dürfen maximal eine Versammlung pro Tag anmelden, die außerdem auf 60 Minuten beschränkt sein soll. Auch Gottesdienste sind wieder erlaubt. Die Auflagen: Mundschutz, Mindestabstand von zwei Metern, Hygiene-Konzepte in den Kirchen und je nach Größe des Versammlungsortes auch Obergrenzen für Besucherzahlen.

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