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Regensburg.

CSU bangt um Emilia Müller

Bezirksvorsitzender Spitzner warnt: Einzug der Ministerin in den Landtag in Gefahr

Emilia Müller

Von Gustav Norgall, MZ

Der Oberpfälzer CSUBezirksvorsitzende Hans Spitzner sorgt sich um die politische Zukunft von Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller. Zwar will Spitzner bei der Landtagswahl Müller die Spitzenkandidatur auf der Oberpfalz-Liste überlassen. Wenn aber die CSU im September so schlecht abschneiden sollte wie bei den Kommunalwahlen, die Freien Wähler und die FDP in den Landtag einziehen, könnte es passieren, dass die CSU keines der acht Listenmandate mehr erhält. Spitzner fordert daher: „Emilia Müller muss einen Direktwahlkreis bekommen.“ Drei Stimmkreise wären denkbar.

Regensburg West/Schwandorf könnte frei werden, wenn die in Schwandorf als Landratskandidatin gescheiterte Marianne Deml als Abgeordnete aufhört. Der Stimmkreis Weiden ist vakant, weil Georg Stahl sich nicht mehr bewirbt. Spitzner zielt mit seinem Vorstoß aber besonders auf den Stimmkreis Schwandorf. Dieser wird bisher von dem 63-jährigen Otto Zeitler vertreten. Spitzner argumentiert: „Wir brauchen neue Gesichter.“ Wenn ein älterer Abgeordneter wieder antrete, „muss er sowohl überdurchschnittliche Leistung bringen als auch über überdurchschnittliches Ansehen verfügen“. Spitzner sieht sich in der Führungsverantwortung als Bezirksvorsitzender und mahnt die CSU: „Es geht um die Partei.“ Einzelinteressen müssten zurückstehen.

Zeitler selbst warnt dagegen vor Verzagtheit. „Wir müssen um mehr Mandate kämpfen.“ Aus heutiger Sicht sage er: „Ich stehe für eine erneute Kandidatur zur Verfügung.“ Allerdings müssten die Gremien darüber beraten. Wenn es zu einem Personalwechsel käme, plädiere er für eine klare Verjüngung. Müller, sie stammt aus dem Kreis Schwandorf, weilt zur Zeit zu einem Besuch in Vietnam.

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