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Nachruf

CSU-Gründervater Franz Sackmann ist tot

Nach langer Krankheit verstarb der ehemalige Landrat am Freitag in seiner Wohnung. Der Politiker wurde 90 Jahre alt.

Franz Sackmann verstarb am Freitag in seiner Wohnung im Alter von 90 Jahren.

Roding. . Er war von seiner Krankheit schwer gezeichnet: Am Freitag verstarb in den Morgenstunden in seiner Rodinger Wohnung Staatssekretär a. D. Franz Sackmann. Das teilte das Landratsamt Cham am Freitag mit. Der Chamer Landrat Franz Löffler kondolierte der Familie: Sackmann sei einer der herausragendsten Politiker Bayerns gewesen.

Auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer würdigte die Verdienste des Verstorbenen: „Als Mann der ersten Stunde hat Franz Sackmann für den Wiederaufbau Bayerns gekämpft. An der Seite von Josef Müller und Franz Josef Strauß baute er nach dem Krieg die CSU als Partei für ganz Bayern auf, die vor allem den christlichen Grundlagen und Werten verpflichtet ist, wie sie in der Präambel unserer Bayerischen Verfassung verankert sind. Für sein großartiges politisches Wirken als Abgeordneter, Staatssekretär und Landrat sagen wir ihm von Herzen Vergelt’s Gott.“ Sackmann wurde 90 Jahre alt.

Als Landrat des ehemaligen Landkreises Roding und Staatssekretär im bayerischen Wirtschaftsministerium war ihm vor allem die Förderung des ostbayerischen Grenzlandes ein wichtiges Anliegen.

Geprägt von den Erlebnissen im Krieg und dem Bestreben, eine neue demokratische Grundordnung aufzubauen, wurde Franz Sackmann früh politisch tätig. Er war 1946 einer der Mitbegründer der CSU und half mit, die ersten demokratischen Strukturen aufzubauen. Franz Sackmann nahm sein Chemiestudium wieder auf, war daneben aber auch weiter auf dem politischem Sektor stark engagiert. So war er von 1952 bis 1957 Landesvorsitzender der JU Bayern.

Sackmanns politischer Aufstieg

Im Jahr 1954 bewogen Freunde den jungen Franz Sackmann, sich um ein Direktmandat für den Bayerischen Landtag für den Wahlkreis Cham-Schwandorf zu bewerben, das in SPD-Hand lag. Doch am Ende siegte er.

Als der damalige Landrat Kiener bei einem Grasbahnrennen verunglückte, wurde Sackmann 1956 als Landrat von Roding gewählt. Im Jahr 1966 wurde er als Wirtschafts-Staatssekretär in das bayerische Kabinett berufen, dieses Amt übte er bis 1978 aus. Im Jahr 1983 wurde er zum Ehrenvorsitzenden der oberpfälzischen CSU ernannt.

Ein Mann, viele Ämter

Franz Sackmann wurden daneben zahlreiche Ämter übertragen. Er war unter anderem Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft demokratischer Kreise, der Arbeitsgemeinschaft Grenzland und der Wasserwacht in Bayern, an deren Spitze er von 1968 bis 1989 stand. Auch im Bayerischen Roten Kreuz und bei der Bayerischen Wasserwacht hatte sein Name Gewicht und Stimme, in zahlreichen Aufsichtsgremien war seine Mitarbeit gefragt.

Am kommenden Dienstag um 14.30 Uhr wird der Leichnam des Verstorbenen in Roding zu letzten Ruhe getragen.

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