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Datev will Plattform für Steuererklärungen entwickeln

Der Nürnberger IT-Dienstleister Datev will eine Online-Plattform entwickeln, über die Privatleute ihre Steuererklärung abwickeln können. Bei Bedarf sollen sie über die Plattform auch an einen Steuerberater vermittelt werden. Nötig für das neue Angebot war eine Satzungsänderung der Genossenschaft, der die Vertreterversammlung am Freitag zustimmte. Details zum Funktionsumfang sowie zum Starttermin der Plattform will die Datev zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

Nürnberg.Erstmalig könne der Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte damit eine Lösung für die 13 Millionen Privatleute in Deutschland anbieten, die keinen Steuerberater haben, teilte ein Sprecher mit. Diese neue Zielgruppe anzusprechen, sei dringend notwendig. Zunehmend schöben sich Internetportale zwischen Anbieter und Kunde, sagte Datev-Chef Robert Mayr. „In jüngerer Zeit etablieren sich unter anderem Portale, die den Prozess der einfachen Steuererklärung automatisieren. Hier bei Bedarf die Expertise eines steuerlichen Beraters komfortabel einzubinden, sehen wir als sehr wichtig an.“

Die Datev habe mit dem neuen Angebot vor allem die internetaffinen, jüngeren Leute im Fokus, die von 2020 an die Mehrheit der Marktteilnehmer stellen würden.

Die Datev erstellt seit 50 Jahren Software für Steuerberater und deren Mandanten, unter anderem für Steuererklärungen und Buchführung. Mit rund 40 500 Mitgliedern, mehr als 7300 Mitarbeitern und einem Umsatz von 978 Millionen Euro zählt die Datev nach eigenen Angaben zu den größten IT-Dienstleistern und Softwarehäusern in Deutschland.

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