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Kirche

Der Frauenbund bewegt vieles

Die Führungsspitze wird beim Jahrestag des KDFB in Regensburg mit großer Mehrheit bestätigt und geht nun neue Ziele an.

Die Führungsriege des Frauenbundes wurde im Amt bestätig (v. li.): Monika Schmidpeter, Josefa Bauer, Karin Schlecht, Luitgard Hartl, Luise Fischer , Birgit Kainz und Pater Jakob Seitz Foto: Karin Uschold-Müller
Die Führungsriege des Frauenbundes wurde im Amt bestätig (v. li.): Monika Schmidpeter, Josefa Bauer, Karin Schlecht, Luitgard Hartl, Luise Fischer , Birgit Kainz und Pater Jakob Seitz Foto: Karin Uschold-Müller

Regensburg.Der Katholische Deutsche Frauenbund Diözesanverband Regensburg (KDFB) hat seine Führungsriege im Amt bestätigt. Mit überwältigender Mehrheit stimmten die rund 330 Delegierten bei der Jahrestagung im Regensburger Kolpinghaus am Samstag für das Team rund um die Vorsitzende Karin Schlecht. Beim Jahresbericht blickte die Diözesanvorsitzende auf eine Reihe erfolgreicher Aktionen und Projekte zurück, wie die Patengroßeltern für die Kinder von Studierenden, der KDFB Kaffee, die Solibrot-Aktion, die Eltern-Kind-Gruppen und das Buchprojekt „Schatzbüchlein der Spiele“ zugunsten des Solidaritätsfonds „Frauen helfen Frauen in Not“. Maria Flachsbarth, KDFB-Präsidentin und Bundestagsabgeordnete, stellte heraus, dass der Frauenbund als starker Verband mit mehr als 180 000 Mitgliedern Gesellschaft, Politik und Kirche mitgestalte. Der Frauenbund wehre sich gegen die Ungleichbehandlung, die mit dem Grundgesetz nicht in Einklang zu bringen sei. „Warum sollen Frauen weniger verdienen, obwohl sie bestens ausgebildet sind und über vielfältige Kompetenzen verfügen?“, fragte Flachsbarth. Frauen seien nicht weniger wertvoll als Männer. Sie leisteten die gleiche Arbeit und sie übernähmen meistens größere Anteile und Zuständigkeiten in der Sorgearbeit, sei es in der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen. Flachsbarth griff auch das Thema Frauen und Kirche auf. Frauen seien in vielen Gemeinden das Gesicht der Kirche, weil sie ehrenamtliche Aufgaben übernehmen. „Frauen sind keine Lückenfüllerinnen, kein Mangelausgleich und erst recht keine Notlösung,“ stellt Flachsbart fest. Dies gelte auch für Frauen, die in der Kirche Leitungsaufgaben übernehmen möchten, weil sie über entsprechende Kompetenzen verfügen.

Auch ein neues Projekt wurde vorgestellt. Stifte recyceln und zugleich 200 syrischen Mädchen in einem Flüchtlingscamp im Libanon Schulunterricht ermöglichen: Das ist das Ziel des Projekts „Stifte machen Mädchen stark“, das der Weltgebetstag der Frauen ins Leben gerufen hat. „Die Idee, mit dem Recycling von leergeschriebenen oder kaputten Stiften gleich mehrfach etwas Gutes zu tun, finden wir toll“, sagte Bildungsreferentin Birgitt Pfaller. Der KDFB engagiert sich als Sammelstelle. Das heißt: Wer Stifte aussortiert hat, kann sie abgeben. Kugelschreiber, Gelroller, Marker, Filzstifte, Druckbleistifte, Korrekturmittel, Füllfederhalter und Patronen oder Metallstifte – damit kann man sich beteiligen. Nicht erlaubt sind Blei- und Buntstifte.

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