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Der Neue für die Oberpfälzer Popmusik

Säm Wagner ist nun als Netzwerker und Ansprechpartner tätig. Er berät Musiker bei der Auftrittssuche oder Vermarktung.

Säm Wagner
Säm Wagner Foto: Günter Bonack (Bezirk Oberpfalz)

Regensburg.Seit Anfang Mai ist der ehemalige Social-Media-Manager der Mittelbayerischen Mathias „Säm“ Wagner in der Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz Ansprechpartner und Netzwerker für die Popularmusik in der Oberpfalz. Schon seit Jahren ist er „mit großen Augen und Ohren“ als leidenschaftlicher Konzertgänger, Liveclub-Besucher, Gig-Veranstalter und Musikjournalist in Sachen Rock und Pop in der Oberpfälzer Musikszene unterwegs. „Mit der vom Bezirk Oberpfalz im Dezember letzten Jahres beschlossenen Vollzeitstelle mache ich im Grunde meine Leidenschaft zum Beruf“, erklärt Wagner in einer Pressemitteilung des Bezirks. Er wolle der populären Musik in der Region neue Impulse geben.

„Diese modernen Musikformen und ihre Macher sorgen genauso für Lebensqualität in der Oberpfalz wie unsere reichhaltige Volksmusiktradition“, sagt Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Diese Aussage unterstreiche der Bezirk nun mit der Schaffung einer hauptamtlichen Vollzeitstelle für die Popularmusikberatung in der Oberpfalz. Bereits 2008 wurde die Popularmusikberatung auf Stundenbasis beim Bezirk Oberpfalz eingerichtet.

Kontakt zur Kommunalpolitik stärken

Rock, Pop und Jazz haben sich in den letzten Jahren mehr Bekanntheit und Anerkennung in der Oberpfalz und darüber hinaus erarbeitet. „Die Regensburger Indiepop-Band Some Sprouts schafft über zehn Millionen Zugriffe auf Spotify und tourt europaweit, die Heavy-Metal Band Atlantean Kodex aus Vilseck war mehrfach in den deutschen Albumcharts“, macht der Musikexperte Wagner deutlich. Viele Oberpfälzer Bands seien aber auf der Suche nach Veranstaltern, Auftrittsmöglichkeiten, Kontakten zu Politik und Kultureinrichtungen und nach Förderchancen, um ihre Musik unter die Leute zu bringen. „Für Popmusikmacher und -hörer bin ich Ansprechpartner vom Auftritt bis zur Vermarktung“, sagt Wagner. Er wolle aber auch den Kontakt zur Kommunalpolitik stärken, denn „auf die Neugierde und Offenheit der Kulturarbeit des Bezirks lässt sich weiter aufbauen“.

Musikstreaming ist marktbeherrschend geworden, und die meisten Musiker verfügen über sehr gute eigene Software zur Musikbearbeitung. Deshalb wolle er sich dafür einsetzen, dass die bisherige Förderung des Bezirks von Demo-CDs den aktuellen Veränderungen in der Musikszene angepasst wird.

Forschung in der Oberpfälzer Pop-Geschichte

Rock- und Popmusik hat aber auch in der Oberpfalz Geschichte – bereits in den 80er-Jahren gab es in der Oberpfalz eine rührige Punk-Szene. Wagner betreibt hier Forschung und will die Oberpfälzer Rock- und Popmusik dokumentarisch aufarbeiten und zugänglich machen. Wesentlich für den Erfolg seiner Arbeit hält er das Netzwerken vor Ort, was Corona-bedingt aktuell hauptsächlich am Telefon und online möglich ist. So erstellt er Podcasts mit Musikergesprächen und sammelt Ideen, wie es nach der Krise weitergehen kann.

Über die sozialen Medien trägt er die Vielfalt und Power von Rock, Pop und Jazz aus der Oberpfalz in die Welt. „Bands wie La Brass Banda oder Kofelgschroa zeigen längst, dass Genregrenzen sowieso keine Bedeutung mehr haben, weder bei den Musikern noch bei den Fans“, sagt er.

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