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Ausstand

Warnstreiks in der Oberpfalz

Verdi ruft Mitarbeiter im öffentlichen Dienst auf, die Arbeit niederzulegen. Am Mittwoch ist auch Schwandorf betroffen.
Von Dagmar Unrecht

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Bayern haben am Dienstag begonnen (hier ein Archivbild). Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Bayern haben am Dienstag begonnen (hier ein Archivbild). Foto: Daniel Karmann/dpa

Regensburg.Am Mittwoch beginnen die Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi in der Oberpfalz. „Die mittlere und nördliche Oberpfalz wird dann im Fokus stehen“, sagte Kathrin Birner, Verdi-Gewerkschaftssekretärin für die Oberpfalz, am Dienstag. Die Beschäftigten der Autobahnmeisterei Schwandorf sowie der Straßenmeisterei Tirschenreuth sind demnach am Mittwoch zum ganztägigen Ausstand aufgerufen. Außerdem wird es am Mittwochmittag in Weiden eine Kundgebung in Form einer „aktiven Mittagspause“ geben. In Regensburg sind laut Verdi am Mittwoch keine Warnstreiks geplant. „Vor der dritten Verhandlungsrunde am 28. Februar wird es aber auch in Regensburg noch Aktionen geben“, so Birner. Verdi-Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner kündigte bis Ende Februar „einen Paukenschlag“ in der Oberpfalz an. „Die Leute sind stinksauer“, so Gröbner. Er ist überzeugt, dass die Streikstimmung in den kommenden Wochen noch zunehmen wird.

Sechs Prozent mehr Lohn

Verdi fordert für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr. Pflegebeschäftigte sollen darüber hinaus zusätzlich 300 Euro mehr erhalten. Für Auszubildende und Praktikanten fordert Verdi ein Plus von 100 Euro. In Bayern betrifft der Tarifvertrag rund 100 000 Beschäftigte. Die nächste Verhandlungsrunde für alle Länder außer Hessen – das nicht Mitglied in der Tarifgemeinschaft der Länder ist – ist am 28. Februar und 1. März in Potsdam angesetzt. Die Länder haben die Forderungen von Verdi bereits als überzogen zurückgewiesen. Ein Angebot haben sie bisher noch nicht vorgelegt. Das ärgert den Oberpfälzer Verdi-Berzirksgeschäftsführer Gröbner. Besonders die Haltung der Arbeitgeber, wonach Zugeständnisse auf der einen Seite durch Einsparungen an anderer Stelle gegenfinanziert werden sollen, lehnt Gröbner ab. „Wir erwarten endlich ein verhandlungsfähiges Angebot und dafür gehen wir auf die Straße,“ bekräftigt seine Kollegin Birner.

Am Dienstagmorgen legten Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in Rosenheim die Arbeit nieder. Etwa 120 Beschäftigte im Straßenbau, in Flussmeisterstellen und Bauämtern hätten sich beteiligt, sagte Robert Metzger von Verdi Rosenheim der Deutschen Presseagentur.

Ausstand in Oberbayern

Laut Verdi werden am Dienstag die Autobahn- und Straßenmeistereien in Rosenheim, Ampfing, Hausham, Siegsdorf, Holzkirchen und Freilassing sowie die Staatlichen Bauämter in Traunstein und Rosenheim bis Mitternacht bestreikt.

Am Mittwoch sollen ganztägige Warnstreiks neben der Oberpfalz auch in Würzburg stattfinden, unter anderem am Universitätsklinikum. Am Mittag ist in Würzburg eine Kundgebung geplant. Am Donnerstag soll es dann in München Warnstreiks geben.

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst sind am Dienstag Mitarbeiter mehrerer Unikliniken in Nordrhein-Westfalen in einen ganztägigen Warnstreik getreten.

Gestreikt wird derzeit aber nicht nur in Bayern, sondern bundesweit. So legten am Dienstag in Köln, Bonn, Düsseldorf und Essen Mitarbeiter von Unikliniken die Arbeit nieder. Auch für Hamburg, Berlin und den Raum Leipzig wurden Warnstreiks angekündigt. (du/dpa)

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