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Die Biergärten in Bayern sind voll

Der diesjährige Sommer ist ein voller Erfolg für die Gastwirte. Das schöne Wetter lockt die Menschen in die Biergärten.
Von Julia Weidner und Mirjam Uhrich

Am Abend bleiben die Biergärten lange voll. Fotos: P. Kneffel/dpa
Am Abend bleiben die Biergärten lange voll. Fotos: P. Kneffel/dpa

Regensburg. Die Betreiber der bayerischen Biergärten freuen sich über eine gute Saison. „Die letzten vier Wochen waren die stärksten des ganzen Jahres“, sagt Daniel Bettermann. Er ist seit 2018 Geschäftsführer des Prüfeninger Schlossgarten. Mit 1500 Plätzen ist er der größte Biergarten in Regensburg. „Je heißer es wurde desto mehr Geschäft haben wir gemacht“, erklärt Bettermann. Alle zehn Tage mussten die drei Tanks, in die 100 Liter passen, von der Brauerei Kneitinger mit Bier aufgefüllt werden. Von Mai bis August wurden mindestens 10 000 Liter Bier ausgeschenkt.

Doch nicht nur in Regensburg strömten die Menschen am Feierabend in die Biergärten. „Der Sommer war einfach nur gut“, sagt der Augsburger Wirt Albert Oblinger und spricht damit wohl für alle Biergärten-Betreiber in Bayern. „Wir sind seit April voll im Saft, anders kann man das gar nicht sagen.“ Bis zu zehn Fässer werden jeden Abend in seinem Biergarten Lug ins Land angezapft. Allein mit Bier habe er bisher doppelt so viel Umsatz gemacht wie im vorigen Sommer, schätzt Oblinger.

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Bier muss öfter geliefert werden

Auch in den drei Biergärten Landbierparadies in Nürnberg kommen die Wirte kaum mit dem Zapfen nach. „Unsere Bierfahrer sind schon am fluchen“, erzählt Uwe Fröhlich. Sie fahren mit ihren Holzfässern noch traditionell von Brauerei zu Brauerei, um das Bier abzuholen. Normalerweise sind sie ein Mal pro Woche in der fränkischen Schweiz unterwegs, diesen Sommer müssen sie gleich drei Mal wöchentlich los. „In unserem Holzfass-Kühlhaus können wir zwar 1800 Liter Bier lagern, aber das geht momentan auch mal in zwei Tagen weg“, sagt Fröhlich.

Zwei Personen prosten sich in einem Biergarten mit zwei Maßkrügen zu. Foto: Marc Müller/dpa
Zwei Personen prosten sich in einem Biergarten mit zwei Maßkrügen zu. Foto: Marc Müller/dpa

Nicht mal drei, vier Tage hatten die Biergärten diese Saison geschlossen. „Wenn Schönwetter ist, dann ist’s bei uns voll – egal ob es draußen 25 oder über 30 Grad hat“, sagt Monika Scheu, Geschäftsführerin der Antonius-Schwaige in Ingolstadt. An so lauen Abenden wie heuer bleiben die Leute auch gern mal länger sitzen. Selbst der Königliche Hirschgarten in München ist jeden Abend rappelvoll, sagt Restaurantleiter Thomas Wagner. Und das mag was heißen – mit 8000 Plätzen ist der Hirschgarten wohl der größte Biergarten in ganz Bayern.

Am Abend sind die Plätze rar

Der Ausblick von der Alten Linde ist einmalig. Foto Gruber
Der Ausblick von der Alten Linde ist einmalig. Foto Gruber

Wer sich spontan im Erlanger Biergarten am Röthelheim treffen will, muss schauen, ob er noch einen Platz findet. „Es läuft weit, weit besser als die letzten Jahre“, meint Wirt Thomas Lorz. „Geradezu paradiesisch.“ Dem kann Karl Krestel von der Lederer Kulturbrauerei in Nürnberg nur zustimmen. Er rechnet mit 25 Prozent mehr Umsatz dieses Jahr. Auch im Biergarten Alte Linde in Regensburg freut man sich über den schönen Sommer. „Letztes Jahr war’s ja auch schon so schön, da hat es nur einen Monat später angefangen“, sagt Pächter Bernhard Wiesbeck.

Welcher Regensburger Biergarten ist der größte? Und welche Zutaten gehören eigentlich in einen echten Obatzta? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Biergarten-Quiz!

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