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Diözese Würzburg handelt kaum noch selbst mit Aktien

Das Bistum Würzburg handelt kaum noch selbst mit Aktien, sondern überlässt das jetzt Profis. Millionenverluste wie bei der Diözese Eichstätt seien in Würzburg nicht möglich, sagte der bischöfliche Finanzdirektor Albrecht Siedler am Donnerstag. Im Jahr 2011 habe die Diözese noch zu rund 60 Prozent selbst entschieden, welche Wertpapiere sie kauft oder verkauft. Mittlerweile sei der Anteil auf etwa 5 Prozent gesunken.

Würzburg.„Es gab keine risikolosen Zinsen mehr. Wir mussten also in die Aktien gehen. Dafür brauchten wir aber Profis“, erklärte Siedler. „Unbesicherte Immobiliendarlehen im Ausland haben wir nicht vergeben und werden wir nicht vergeben.“

In Eichstätt könnten dubiose Immobiliengeschäfte in den USA nach Angaben des Bistums zu einem Verlust von bis zu 60 Millionen Dollar führen. Der ehemalige stellvertretende Finanzdirektor des Bistums und ein Immobilien-Projektentwickler sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen wird Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr vorgeworfen.

Das Bistum Würzburg kann heuer auf einen Rekordetat von gut 213 Millionen Euro zurückgreifen. Auch dank der geringen Arbeitslosigkeit ist das Kirchensteueraufkommen des Bistums auf 173,6 Millionen Euro gestiegen (2017: 171,1 Millionen Euro). Ein Großteil des Geldes, knapp 120 Millionen Euro, wird Siedler zufolge für Personalkosten aufgewendet. 2018 will die Diözese zudem unter anderem für rund 31 Millionen Euro in verschiedene Bauvorhaben investieren, darunter in Kindergärten, Schulen und Seniorenheime.

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