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Film

Domspatzen kehren ins Kino zurück

Der restaurierte Dokumentarspielfilm „Die Regensburger Domspatzen – Du bist nicht allein“ wird im Ostentor Kino gezeigt.
Von Luis Münch

Der Film wird zwei Mal im Ostentor Kino gezeigt. Foto: Alexander Metz
Der Film wird zwei Mal im Ostentor Kino gezeigt. Foto: Alexander Metz

Regensburg.Der restaurierte Dokumentarspielfilm „Die Regensburger Domspatzen – Du bist nicht allein“ wird am 3. und 10. November in einer Matinee im Ostentor Kino gezeigt. Die im Original vernichtete Version dreht sich um das Leben der Domspatzen in deren Heim und auf Konzertreisen sowie um das Regensburg von 1955 und die Liturgiefeier im Dom mit Erzbischof Michael Buchberger. Dem Publikum wird ein Einblick in den Alltag, der Arbeit und die menschlich-musische Erziehung des Knabenchors um den Solisten Uli Kraus gewährt.

Der Filmheld Uli Kraus spiegelt das Schicksal der Chorjungen wider. Die einjährige Ausbildungszeit hinter sich gebracht, wird der Protagonist, der mit einer hell aufklingenden Stimme besticht, Solist. Zwei Jahre später tritt der Stimmbruch ein, der den Solisten dazu zwingt, aus dem Chor auszuscheiden. Die Domspatzen singen in den Dokumentarspielfilm Volkslieder wie „Das Wandern ist des Müllers Lust“, „Guten Abend, gute Nacht“ und „Schlafe mein Prinzchen“. Der ehemalige Domspatz Alexander Metz restaurierte den Dokumentarspielfilm jetzt digital.

Paul R. Heil drehte die Doku 1955

Paul R. Heil ist der Regisseur und Produzent und drehte die Doku 1955. Metz sah den Dokumentarfilm mit Spielfilmcharakter im Herbst 1955 „in einem modernen Neubaukino nahe der Dompräbende“, wie er erzählt. 1966 arbeitete der ehemalige Domspatz als Aufnahmeleiterassistent in den Bavaria-Filmstudios und lernte Paul Heil dort kennen.

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Der Regisseur erzählte Metz von der Entstehung des Films, der 1955 ein „finanzielles Desaster erlitt“. Beide verloren sich später aus den Augen. In den 1990er Jahren kontaktierte Metz die verwitwete Frau von Paul Heil, die sich nicht mehr an den ehemaligen Domspatzen erinnern konnte.

Paul Heils Tochter überbrachte Metz, der das Material ton- und bildmäßig optimierte, nach vielen Schreiben und Telefonaten eine auf 70 Minuten zusammengeschnittene 16-mm-Kopie des Films. Paul Heils Frau trieb die Akte zwei und drei im Filmkeller der Familie auf.

Vor fünf Jahren rettete Metz den Film

„Meine spontane Idee war, sobald ich Zeit und Geld dazu haben würde, die Filme zu digitalisieren und mit dem ersten Teil zusammenfügen zu lassen, um Musikliebhabern und Interessenten einen Film in optimaler Qualität anbieten zu können“, so Metz. Vor fünf Jahren rettete Metz den Film, von dem es nicht einmal im Bundesarchiv eine Version existiert. Der Film ist bei Amazon, iTunes, Google und YouTube zum Download verfügbar.

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