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Wahlen

Dringend gesucht: Dinkelsbühler OB-Kandidaten

Im mittelfränkischen Dinkelsbühl ist der Mangel an Oberbürgermeisterkandidaten so groß, dass die Opposition nun mit Annoncen sucht.

Ein Ortsschild am ehemaligen Bahnhof von Dinkelsbühl. Foto: Daniel Karmann/Archiv
Ein Ortsschild am ehemaligen Bahnhof von Dinkelsbühl. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Dinkelsbühl.„Kandidieren Sie jetzt für die Kommunalwahl im März 2020“, heißt es in einer Anzeige, die SPD, Grüne und eine Gruppe von Bürgern am Samstag in der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlichte. Das Interessenbündnis wirbt auch auf einer eigenen Webseite im Internet: „zusammenfuerdkb.de“

In der Großen Kreisstadt mit der bei Touristen beliebten mittelalterlichen Altstadt haben auch die Freien Wähler bislang niemand gefunden: „Wir suchen für den Kommunalwahlkampf 2020 einen klugen Kopf mit politischem Sachverstand, der neue Lösungen findet“, heißt es in der Suchanzeige auf der Webseite der Freien Wähler Dinkelsbühl.

Kandidatenmangel ist bei Kommunalwahlen seit langem ein Problem, in der Regel fehlen aber die Bewerber für Gemeinde-, Kreis- und Bezirksräte, nicht für die Spitzenposten.

Amtsinhaber in Dinkelsbühl ist der CSU-Politiker Christoph Hammer. Bei der letzten Kommunalwahl 2014 wurde er mit großer Mehrheit gewählt - ohne Gegenkandidaten. „Damit sich das nicht wiederholt, suchen wir jetzt“, sagte der Dinkelsbühler SPD-Ortsvorsitzende Bernd Lober auf Anfrage. „Manche Bürger haben 2014 der SPD und den anderen Parteien vorgehalten, dass es keinen Gegenkandidaten gab.“

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