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Dynamo ohne Personalsorgen: „Schwere Entscheidungen“

Selten hatte Uwe Neuhaus in dieser Spielzeit solch eine große Auswahl. Vor allem im Sturm bieten sich mit Rückkehrer Pascal Testroet neue Möglichkeiten. Gegen den „Club“ müsse man aber vor allem Qualen erleiden können.
Von Jens Maßlich, dpa

Dresden.Die schweren Entscheidungen hat Uwe Neuhaus bereits getroffen. Vor dem wichtigen Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg hatte der Trainer des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden die Qual der Wahl, konnte die Vorbereitung während der Länderspielpause ohne größere Personalsorgen bestreiten. „Das ist mir natürlich wesentlich lieber, sich dadurch im Training puschen zu können als andersherum“, erklärte der 58-Jährige am Freitag.

Was er personell entschieden hat, wollte er naturgemäß noch nicht verraten. Dennoch ließ Neuhaus durchblicken, dass es im Vergleich zur Niederlage beim FC Ingolstadt durchaus wieder Veränderungen geben könne. Auch die Rückkehr von Pascal Testroet kündigte der Dynamo-Coach bereits an.

Erstmals seit dem ersten Spieltag wird der 27-jährige Angreifer wieder im Kader stehen. Vergangene Woche meldete er sich nach seinem Kreuzbandriss im Test gegen Viktoria Žižkov mit zwei Treffern in 45 Minuten zurück. „Er hat in den vergangenen Wochen guten Trainingsleistungen gezeigt und mit den Toren deutlichen Ansagen gemacht“, sagte Neuhaus.

Gegen den Tabellen-Zweiten Nürnberg steht sein Team nach dem Auf und Ab der vergangenen Wochen wieder gehörig unter Druck, hat als Zwölfter nur zwei Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsrang. Noch haben die Sachsen es selbst in der Hand, doch die Abstände sind sieben Spieltage vor Schluss eng. Ein Indiz dafür ist auch, dass Dynamo mit einem Erfolg in der Rückrunden-Tabelle an den Franken vorbeiziehen kann.

Denn seit vier Spielen wartet das Team von Michel Köllner auf einen Sieg. Zwar rangiert der „Club“ noch auf einem direkten Aufstiegsplatz, erzielte aber in den vergangenen Wochen bei zwei Niederlagen und zwei Remis lediglich einen einzigen Treffer. Grund dafür ist auch das Fehlen von Torjäger Mikael Ishak, für den nach einem Innenbandriss ein Einsatz in Dresden noch zu früh kommt.

Trotz dieser Umstände warnte Neuhaus vor einem sehr spielstarken Gegner und sehr talentierten Einzelspielern. Schwere Qualen müsse man erleiden können, forderte der 58-Jährige: „Man kann nicht mit jeder Attacke den Ball gewinnen. Also muss man immer wieder bereit sein hinzugehen, manchmal hundertmal im Spiel.“

Am Ende werde sich nicht nur am Samstag die Mannschaft durchsetzen, die ihre Nerven am besten im Griff habe und auf ihre Stärken zurückgreifen könne. „Dabei darf man die Quote der Fehler nicht ins Uferlose austreiben lassen. Man muss das Risiko immer abwägen und die richtigen Entscheidungen treffen. Das ist das Rezept“, erklärte Neuhaus.

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