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Bayern
Montag, 24. September 2018 24° 6

Natur

Ein Blick in die Zukunft

Das Nawareum wird aus Holz gebaut. Innen drin in dem Straubinger Museum dreht sich alles um nachwachsende Rohstoffe.
Von Melanie

Wie in einem großen Bühnenbild können sich die Besucher künftig durch das Nawareum bewegen. Grafik: Holzer Kobler Architekturen
Wie in einem großen Bühnenbild können sich die Besucher künftig durch das Nawareum bewegen. Grafik: Holzer Kobler Architekturen

Straubing. Straubing. Für 25 Millionen Euro entsteht derzeit in Straubing ein Museum, in dem die Besucher auf spielerische Art und Weise die Welt der nachwachsenden Rohstoffe erleben können: Das Nawareum, entstanden aus den Wörtern „nachwachsende Rohstoffe“ und „Museum“. Jetzt fand auf der Baustelle gegenüber der Hochschule das Richtfest statt. Bauministerin Ilse Aigner (CSU) freute sich, dass in der künftigen Einrichtung den Menschen das hochkomplexe Thema der Energiewende anschaulich nähergebracht werden könne.

Norbert Sterl, für die Umsetzung der Maßnahme zuständiger Bereichsleiter Hochbau am Staatlichen Bauamt Passau, erklärte den zahlreichen Gästen, die Arbeiten lägen voll im Kosten- und Zeitrahmen. Von den 25 Millionen Euro Gesamtkosten seien 11,6 Millionen Euro bereits vergeben, der Löwenanteil trotz europäischer Ausschreibung an bayerische Firmen. 28 Unternehmen und 16 Planungsbüros hätten bislang mitgewirkt. Der Bau aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz und einzig energetisch versorgt mit erneuerbarer Energie, soll ab 2020 das Nawareum beherbergen. Dort soll den Besuchern die Umstellung auf nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energie erlebbar gemacht werden. Der Holzbau soll auf 2500 Quadratmetern viele interaktive Elemente bieten, durch die die Besucher wie durch ein großes Bühnenbild laufen sollen. Dabei steht im Vordergrund, Lösungen selbst zu erarbeiten.

Einmaliges Vorzeigeprojekt

Zimmerer Wolfgang Schmid, der in Reimform beim Richtspruch das Projekt, die Politik, aber auch die Planer und Handwerker hochleben ließ, trank auf einen weiteren unfallfreien Verlauf und ließ die Sektgläser zerspringen. Dann hob sich vor dem Rohbau des Nawareums zur Bayernhymne die Richtkrone. Zuvor hatte Bauministerin Ilse Aigner die Maßnahme gelobt: „Straubing bekommt ein deutschlandweit einmaliges Vorzeigeprojekt in Sachen Erneuerbare Energien und Nachwachsende Rohstoffe.“

Das Nawareum solle alle Altersklassen ansprechen, gerade aber auch die Jugend: „Ich wünsche mir, dass jeder Schüler Bayerns nach Fertigstellung einmal dorthin kommt und sich informiert.“ Das Nawareum sei „ein Gebäude, das einen Blick in die Zukunft wagt.“

Dies sei auch wichtig, erklärte Straubings OB Markus Pannermayr (CSU). Denn die Umstellung auf erneuerbare Energie sei eine gewaltige Herausforderung, die nur gelinge, wenn man nicht nur die Experten im Boot habe, sondern auch die Bevölkerung: „Der erhobene Zeigefinger wird hier nicht weiterhelfen. Wir müssen die Menschen begeistern, und dies sollte beim Nawareum der Fall sein.“

Weiter Investitionen in Straubing

Von Anfang an begleitet hat MdL Josef Zellmeier (CSU) das Projekt, mittlerweile ist er Staatssekretär im Bauministerium. Er nannte den früheren Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) als Ideengeber und versprach: „Es geht auch nach dem Nawareum mit Investitionen des Freistaates in Straubing weiter.“ Die Baumaßnahme wird finanziert von den Staatsministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und für Wirtschaft, Energie und Technologie. 2019 soll der Bau abgeschlossen werden und mit dem Aufbau der Ausstellungen begonnen werden.

Infos zum Umgang mit Ressourcen

  • Das Konzept:

    Mit dem Nawareum am Technologie- und Förderzentrum lässt der Freistaat Bayern ein modernes Informations-, Lern- und Beratungszentrum errichten.

  • Nachhaltigkeit:

    Besucher sollen anschaulich über einen nachhaltigeren Umgang mit den Ressourcen zum Erhalt der Lebensgrundlage informieren können. Es sollen dauerhafte und wechselnde Ausstellungen gezeigt werden.

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