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Bayern
Sonntag, 20. Mai 2018 23° 3

Kultur

Ein erster Blick ins neue Museum

Am 9. und 10. Juni feiert Regensburg mit Musik, Führungen und Aktionen ein neues Ausrufezeichen und ein altes Wahrzeichen.
Von Isolde Stöcker-Gietl

Die Verantwortlichen des Festwochenende präsentieren schon mal die Plakate. Foto: ig

Regensburg.Der Museumsbau am Regensburger Donaumarkt entblättert sich. Der schwarze Mantel aus schützender Folie verschwindet Stück um Stück. Noch stehen die Gerüste, aber in gut fünf Wochen soll die Fassade fertig sein. Dann soll das bei den Regensburgern umstrittene Bauwerk dem Altstadtensemble mit Dom und Steinerner Brücke ein neues Ausrufezeichen hinzufügen. Ein Grund zum Feiern, findet nicht nur der künftiges Museumsdirektor und Leiter des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Richard Loibl.

Bis zum Festwochenende soll das Gerüst abgebaut sein. Foto: ig

Gestern stellte er gemeinsam mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer im Alten Rathaus das Programm für ein Festwochenende am 9. und 10. Juni in Regensburg vor. Neben dem Museumsgebäude wird auch der Abschluss der Sanierung der Steinernen Brücke gefeiert, zudem gibt es Aktionen rund um den Welterbetag.

„Wir sind im Zeitplan“

„Wir werden ein Wochenende mit einigen Höhepunkten erleben“, versprach Maltz-Schwarzfischer. Sie freut sich besonders, dass die Steinerne Brücke, das Wahrzeichen der Stadt, nun bald wieder in voller Pracht zu sehen sein wird. „Jetzt kann man es noch fast nicht glauben, aber wir sind im Zeitplan“, betonte sie. Peter Bächer, Leiter des Tiefbauamtes, blickte noch einmal auf das Projekt zurück, das vor 25 Jahren mit den ersten Planungen begonnen hatte. Rund acht Jahre dauerten die eigentlichen Sanierungsarbeiten und auch nach dem großen Fest im Juni müssen noch bis Ende des Jahres einige Restarbeiten durchgeführt werden, unter anderem an den Brückenpfeilern, berichtete Bächer.

Das Festwochenende

  • Am 9. und 10. Juni

    wird unter dem Motto „Wir feiern Bayern“ das Haus der Bayerischen Geschichte mit der Stadt Regensburg ein großes Festwochenende ausrichten.

  • Am Samstag

    wird das Foyer des Museums der bayerischen Geschichte von 18 bis 20 Uhr erstmals zugänglich sein. Zuvor gibt es eine Festveranstaltung, zu der auch Ministerpräsident Markus Söder erwartet wird.

  • Im Foyer des Museums wird

    erstmals das 360 Grad-Panorama zu sehen sein – ein Film mit den Kabarettisten Christoph Süß und Christian Springer, die die bayerische Geschichte vor 1800 in fünf Episoden erzählen. Ein weiterer Film wird die Dauerausstellung visualisieren, wie sie ab der Museumseröffnung im Mai 2019 zu sehen sein wird. Am Sonntag von 11 bis 21 Uhr ist zusätzlich auch das Depot geöffnet. Dort kann man Restauratoren über die Schulter schauen

  • Auf der Kulturbühne

    des BR an der Eisernen Brücke spielt am Samstag ab 20.30 Uhr Claudia Koreck. Am Sonntag stehen unter anderem die Couplet AG und die Well-Brüder auf der Bühne.

  • Bei Einbruch der Dunkelheit

    wird der Lichtkünstler Philipp Geist am Samstag und Sonntag den Museumsbau und das Welterbe-Ensemble in Szene setzen.

  • Am Sonntag gibt es Führungen

    über die sanierte Steinerne Brücke. In der Thundorferstraße und in Stadtamhof gibt es ein Mitmach-Programm zum Welterbetag.

Das Bruckmandl wird schon Ende Mai wieder auf seinem angestammten Platz sitzen – ebenfalls rundum erneuert. Die Einhausung wird in den kommenden zwei Wochen abgebaut. Am Festwochenende wird es Führungen (am Sonntag) über das Regensburger Wahrzeichen geben, die sich speziell mit der Sanierung des historischen Bauwerkes befassen. Im Salzstadl wird eine Ausstellung dazu gezeigt und auch ein Buch zur Sanierung der Steinernen Brücke wird erscheinen, so Bächer.

Stadtgespräch Black Tower

Obwohl schon Stadtgespräch, wird der Black Tower, der schwarze Turm, beim Festwochenende noch nicht zu sehen sein, heißt es aus der städtischen Pressestelle. Der Black Tower, ein Festivalbeitrag zur Regensburger donumenta wird auf der Stadtamhofer Seite der Steinernen Brücke entstehen. Das Kunstobjekt von Klára Orosz aus Ungarn soll an den Turm erinnern, der einst das Zentrum der Stadtamhofer Befestigung bildete. Aus Gerüsten, gefüllt mit Schaumstoff, wird er über 20 Meter in die Höhe ragen und begehbar sein. Noch diese Woche wird man Näheres dazu erfahren. Die Meinungen sind geteilt.

Künftig wird das Museum (l. im Bild) einen herrlichen Blick auf den Regensburger Dom zeigen. Foto: ig

Loibl skizzierte unterdessen den Museums-Zeitplan, wie es nach dem Fest, bei dem Foyer und 360-Grad-Panorama sowie eine Visualisierung der künftigen Dauerausstellung zu sehen sein werden, weitergehen wird. Im September beginnt der Innenausbau. Danach werden die 30 Bühnen und acht Kulturkabinette bestückt. Im Mai 2019 wird wieder gefeiert: die Eröffnung.

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