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Hungerstreik

Flüchtlinge wollen auch auf Wasser verzichten

Die Iraner, die seit Wochen in Würzburg für einen Abschiebestopp protestieren, wollen ihren Hungerstreik verschärfen und kein Wasser mehr trinken.

Der Iraner Mohammad Hassanzadeh Kalali hat sich in Würzburg als Protest den Mund zugenäht. Die seit fast 100 Tagen in Würzburg protestierenden Iraner wollen ihren Hungerstreik weiter verschärfen. (Foto: dpa)

Würzburg. Die seit fast 100 Tagen in Würzburg protestierenden Iraner wollen ihren Hungerstreik weiter verschärfen und auch auf das Trinken von Wasser verzichten. Das kündigten die Männer am Freitag für den Fall an, dass ihre Anträge nicht binnen fünf Tagen von der zuständigen Behörde bearbeitet worden sind. „Das ist eine ernsthafte Warnung“, schrieben die Iraner weiter. Von den insgesamt noch acht Teilnehmern haben sich fünf die Lippen zugenäht.

Sie sind davon überzeugt, dass mehrere Asylbewerber in den vergangenen drei Monaten erst durch die Teilnahme an den Protesten in Würzburg als Flüchtlinge anerkannt wurden. Das zuständige Bundesamt für Flüchtlinge und Migration in Nürnberg stellte klar: „Die Teilnahme am Hungerstreik führte jedoch nicht zu dieser Anerkennung.“ Die Iraner protestieren mit ihrem Streik gegen die Zustände in den Gemeinschaftsunterkünften. Sie fordern ihre Anerkennung, einen Abschiebestopp und eine Abschaffung der Gemeinschaftsunterkünfte. (dpa)

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