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Freispruch im Prozess um tödlichen Brand in Mietshaus

Im Prozess um einen Brand in einem großen Münchner Mietshaus mit drei Toten ist der 44-jährige Angeklagte vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Bis zuletzt seien Zweifel an der Ursache für das Feuer und den Verantwortlichen geblieben, begründete der Vorsitzende Richter Michael Höhne das Urteil am Freitag am Münchner Landgericht I. Eine brennende Matratze im Treppenhaus des Gebäudes nahe dem Hauptbahnhof hatte im November 2016 das verheerende Feuer ausgelöst. Ein 37 Jahre alter Bewohner und dessen 9 und 16 Jahre alte Töchter kamen ums Leben.

Ein Fotograf vor dem Bild der Justitia. Foto: Friso Gentsch/Archiv
Ein Fotograf vor dem Bild der Justitia. Foto: Friso Gentsch/Archiv

München.Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten mit libyscher und tunesischer Staatsangehörigkeit vorgeworfen, das Feuer aus Ärger über die Wohnverhältnisse in dem Haus und die häufigen Bewohnerwechsel gelegt zu haben. Sie hatte lebenslange Haft wegen Mordes gefordert. Handfeste Beweise gab es aber nicht - es handelte sich um einen reinen Indizienprozess. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Der Mann hatte die Vorwürfe von Beginn an abgestritten. Er saß seit März 2017 in Untersuchungshaft. Dafür soll er dem Urteil zufolge nun entschädigt werden.

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