MyMz

Fussball

Fürth in höchster Not: „Zu wenig von zu vielen Spielern“

Noch zwei Chancen bleiben den Fürthern nach dem 0:3 auf St. Pauli. Der Sportdirektor fordert, „wieder aufzustehen“. Sonst steigt die Nummer 1 der ewigen Zweitliga-Tabelle am Saisonende ab.

Fürths Torwart Sascha Burchert kniet nach dem 3:0 neben dem Tor. Foto: Daniel Reinhardt
Fürths Torwart Sascha Burchert kniet nach dem 3:0 neben dem Tor. Foto: Daniel Reinhardt

Hamburg.Der Kapitän sprach Klartext. „Dieses Gesicht der Mannschaft geht so nicht. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir zum letzten Mal so aufgetreten sind“, sagte Marco Claigiuri. Die SpVgg Greuther Fürth lieferte am Samstag beim 0:3 (0:2) gegen den direkten Mitkonkurrenten FC St. Pauli einen Auftritt auf, als wäre sie schon aus der 2. Fußball-Bundesliga abgestiegen. Dieses Desaster droht zwei Spieltage vor Schluss nach dem Sturz auf Relegationsplatz 16 und nur noch einem Punkt Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz 17.

Sportdirektor Rachid Azzouzi richtete eine klare Forderung an die Mannschaft: „Natürlich war das einfach zu wenig. Aber jetzt gilt es, wieder aufzustehen. Wir haben noch zwei Spiele.“ Am kommenden Sonntag kommt der MSV Duisburg in den Ronhof, in dem die Fürther 30 ihrer 38 Punkte holten. Am letzten Spieltag müssen sie nach Heidenheim. „Wir dürfen den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken“, mahnte Azzouzi.

Am Hamburger Millerntor waren die Fürther vor 29 005 Zuschauern hoffnungslos unterlegen. Sie fanden keine Einstellung zu der so wichtigen Aufgabe. Es fehlten - elementare Dinge im Abstiegskampf - Zweikampfstärke und Willenskraft. Die Abwehr stand nicht sicher. Dimitrios Diamantakos erzielte schon in der 7. Minute mit einem Flachschuss das erste Tor für Pauli. „Für den Gegner ist das Spiel optimal gelaufen“, klagte Fürths Trainer Damir Buric hinterher.

Johannes Flum erhöhte nach einem Fehler von Torwart Sascha Burchert mit einem Kopfball noch vor der Pause auf 2:0 (39.). Und Für die Entscheidung sorgte nach einer Stunde Spielzeit Richard Neudecker, der den Ball in den Winkel schoss. „Es war kein gutes Spiel von uns, und das in vielen Bereichen“, resümierte Buric. „Wir werden das auch knallhart analysieren“, kündigte er eine intensive Arbeitswoche an.

Kapitän Caligiuri stellte schon vor der Rückreise aus Hamburg knallhart fest: „Es war einfach zu wenig von zu vielen Spielern.“ Das muss sich in den letzten zwei Partien dringend ändern. Sonst steigt die Nummer 1 der ewigen Zweitliga-Tabelle am Saisonende ab.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht