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Bayern
Mittwoch, 19. September 2018 31° 1

Kriminalität

Geldstrafe für Mitarbeiter von S-Bahn-Sicherheit gefordert

Eine Fahrscheinkontrolle mit gewaltsamen Ende in einer Münchner S-Bahn im vergangenen Jahr hat für zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes ein juristisches Nachspiel: Die Staatsanwaltschaft München I hat gegen sie Strafbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung beantragt. Es gehe um eine Geldstrafe mit Tagessätzen im dreistelligen Bereich, sagte eine Sprecherin der Behörde am Donnerstag. Zunächst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Mann stempelt seine Fahrkarte, während Personen in die S-Bahn einsteigen. Foto: Marc Mueller/Archiv
Mann stempelt seine Fahrkarte, während Personen in die S-Bahn einsteigen. Foto: Marc Mueller/Archiv

München.Wenn die beiden Beschuldigten den Strafbefehl akzeptieren, sind sie vorbestraft. Dass sie der Strafforderung widersprächen, hielt die Sprecherin für „sehr unwahrscheinlich“. Die Deutsche Bahn als Betreiber der Münchner S-Bahn wollte den Fall auf Nachfrage nicht kommentieren. Ein Bahnsprecher teilte lediglich mit, dass die beiden Männer seit dem Vorfall nicht mehr in Zügen und Bahnhöfen der DB eingesetzt worden seien.

Den Mitarbeitern einer privaten Sicherheitsfirma im Auftrag der Bahn wird vorgeworfen, bei einer Fahrkartenkontrolle im Juni 2017 gewaltsam gegen einen vermeintlichen Schwarzfahrer vorgegangen zu sein. Der 48-jährige Fahrgast hatte laut Bundespolizei kein Ticket gehabt. Daraufhin packten die zwei Kontrolleure den Mann und schleppten ihn im Würgegriff aus dem Zug.

Die Bundespolizei hatte Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung eingeleitet. Ein Video des Vorfalls wurde in sozialen Netzwerken und auf Nachrichtenseiten tausendfach geteilt und hatte bundesweit für Empörung gesorgt.

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