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Bundesregierung

Haseloff rät in Debatte um Seehofer-Aussagen zu Gelassenheit

In der unionsinternen Debatte zum Islam hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zu einem gelassenen Umgang mit den Aussagen von Bundesinnenminister und CSU-Chef Horst Seehofer aufgerufen. Seehofer sei ein Profi, der keinen Machtkampf mehr führen müsse, sagte der CDU-Politiker im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll.

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU). Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv
Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU). Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv

Magdeburg.Seehofer sei mit dem neuen Ministeramt auf einem letzten Höhepunkt seiner Karriere angelangt. „Und er möchte noch Gutes realisieren mit seinen bayrischen Erfahrungen für Deutschland“, argumentierte Haseloff. Zudem riet er Kanzlerin Angela Merkel (CDU), mit Seehofers Aussagen gelassen umzugehen.

Seehofer hatte kurz nach seinem Amtsantritt mit der umstrittenen Aussage, dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, eine Debatte losgetreten. Kritiker werfen ihm vor, mit dieser Äußerung die Gesellschaft zu spalten. Kanzlerin Merkel hielt der Position der CSU am Mittwoch im Bundestag entgegen, mit den 4,5 Million Muslimen im Land sei der Islam auch ein Teil Deutschlands geworden. Im neuen „Spiegel“ reagierte Seehofer darauf mit Unverständnis und betonte: „Ich werde meine Politik nicht um ein Jota ändern.“

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