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Medien

Hirnforscher Spitzer: Computer müssen raus aus Schulen

Der Hirnforscher Manfred Spitzer hat erneut vor gesundheitlichen Schäden digitaler Medien bei Jugendlichen gewarnt und eine andere Bildungspolitik gefordert. „Computer an Schulen machen die Schwachen noch schwächer, besser wird dadurch niemand“, sagte Spitzer am Donnerstagabend in München bei der Jahrestagung des Verbands der Zeitschriftenverlage in Bayern. Viele Studien zeigten, dass Printmedien für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen geeigneter seien. Wer etwas auf Papier lese, lerne besser. Smartphones dagegen machten krank.

Der Hirnforscher und Bestsellerautor Manfred Spitzer auf dem Deutschen Lehrertag. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv

München.Der Ärztliche Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm mahnte mit Blick auf US-Digitalriesen wie Google, Facebook & Co.: „Dass wir die Gesundheit und die Bildung der nächsten Generation den Profitinteressen der fünf reichsten Firmen der Welt aus dem Silicon Valley überlassen, ist unverantwortlich.“

Die Aufsichtsratsvorsitzende der Funke-Mediengruppe, Julia Becker, knüpfte daran an und sprach sich für mehr Medienbildung an den Schulen aus: Kinder müssten lernen, „wie wichtig das Lesen und der Umgang mit Sprache tatsächlich ist“. Nur wer Sprach- und Medienkompetenz erwerbe, könne Falschnachrichten von fundierten, gut recherchierten Beiträgen unterscheiden.

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