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Bayern
Dienstag, 19. Juni 2018 26° 3

Natur

Hitze bedroht Tiere und Pflanzen

Die Witterung setzt Arten im Bayerischen Wald zu. Im April und im Mai war es deutlich heißer als in der Vergangenheit.

Der 1970 eröffnete Nationalpark Bayerischer Wald ist der älteste Deutschlands. Foto: Armin Weigel dpa/lby
Der 1970 eröffnete Nationalpark Bayerischer Wald ist der älteste Deutschlands. Foto: Armin Weigel dpa/lby

Grafenau.Die heiße und trockene Witterung gefährdet Tiere und Pflanzen im Bayerischen Wald. Das Wetter setzt vor allem Arten in höheren Lagen zu, die eigentlich kältere Lebensräume bevorzugen, wie die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald am Freitag erklärte. Dazu gehörten die Bergglasschnecke, die Ringdrossel und der Siebenstern, ein Primelgewächs. Aber auch Fichten seien betroffen. Die Dürrephasen würden die Bäume stressen und anfälliger für Borkenkäfer machen.

Die Durchschnittstemperatur im Bayerischen Wald lag im April und Mai deutlich über den Mittelwerten der vergangenen Jahrzehnte. Das habe die Auswertung der Klimastation im Nationalpark ergeben. Der April war demnach mit durchschnittlich 11,4 Grad 7 Grad wärmer als der Mittelwert der Jahre 1972 bis 2011. Auch die Regentage fielen im April mager aus: Im Neuschönauer Ortsteil Waldhäuser (Landkreis Freyung-Grafenau) habe es gerade einmal sieben Tage geregnet, der Mittelwert liege aber bei 16,4 Tagen. Und selbst wenn der ersehnte Regen komme, „sind unsere Böden so durchlässig, dass das Wasser eben auch schnell wieder weg ist“, sagte Klimaforscher Claus Bässler.

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