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Interview

„Ich muss mein Gesicht zeigen“

Der Gründungsberater Walther Bruckschen unterstützt mit StartinFood seit 2016 Gründer im Bereich Food und Beverage.
Von Katia Meyer-Tien, MZ

Der Gründungsberater Walther Bruckschen unterstützt mit StartinFood seit 2016 Gründer im Bereich Food und Beverage. Foto: Walter Bruckschen
Der Gründungsberater Walther Bruckschen unterstützt mit StartinFood seit 2016 Gründer im Bereich Food und Beverage. Foto: Walter Bruckschen

München.Gibt es Kriterien, die ein erfolgreiches Startup ausmachen?

Erstmal ist es wichtig zu beachten, welche Trends es gerade gibt. Dann muss man überlegen: Wo habe ich Absatzmöglichkeiten? Mache ich das über einen Onlineshop? Der Auftritt ist natürlich auch wichtig. Wenn ich als Food-Startup erfolgreich sein will, muss ich bereit sein, mein Gesicht zu zeigen. Denn die Leute kaufen auch nach Sympathie. Und ich muss aufpassen, dass das Produkt vom Preis her in den Markt passt. Viele Quereinsteiger haben auch Probleme Geld zu bekommen, da muss man belegen können, dass man Ahnung hat. Oder sich jemanden ins Team holen. Einzelgründer tun sich viel schwerer als Teams.

Gibt es so etwas wie einen typischen Food-Startup-Gründer?

Die meisten bewegen sich so zwischen 25 und 40. Hans Brainfood ist das Klassische: Gerade fertig mit dem Studium oder noch im Studium, die fangen jetzt an, sich auszuprobieren. Früher haben Gründer erst mal einen riesigen Businessplan gemacht und alles durchkalkuliert, bis sie nach Jahren auf den Markt gekommen sind. Heute sagen die, ich habe eine Idee, lass uns das mal kurz durchspielen, dann gehen wir auf den Markt und schauen, wie wir das noch verbessern können. Das ist auch ein Vorteil von Crowdfunding, dass man sich auch von der Crowd Impulse holen kann.

Was sind realistische Ziele für eine Crowdfunding-Kampagne?

Wir raten dazu, kleiner anzufangen. Es gibt ja die Möglichkeit, zweistufig zu fahren. Wir sagen: Überlegt euch, was braucht ihr an Minimum? Kann das Produkt damit schon entstehen? Für Werbung, Logistik und so weiter brauche ich dann vielleicht mehr. Also dass man in Steps denkt, nicht gleich den Mercedes kauft, sondern mit dem Fahrrad anfängt. Crowdfunding ist mehr als Geld einsammeln, es ist hauptsächlich eine Marketingmaßnahme. Und man kann zeigen, mein Produkt bekommt Aufmerksamkeit und einen Markt. Das ist wichtig, wenn ich eine Bank oder Investoren überzeugen will.

Der Gründungsberater Walther Bruckschen unterstützt mit StartinFood seit 2016 Gründer im Bereich Food und Beverage.

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