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Ilse Aigner gedenkt KZ-Opfern

Die Landtagspräsidentin legte am Gedenkort in Flossenburg einen Kranz nieder. Wegen Corona waren keine Gäste eingeladen.

Ilse Aigner (Mitte) und Karl Freller legen am „Tal des Todes“ einen Kranz zur Erinnerung an die Opfer nieder. Foto: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Ilse Aigner (Mitte) und Karl Freller legen am „Tal des Todes“ einen Kranz zur Erinnerung an die Opfer nieder. Foto: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Flossenbürg.Der Freistaat Bayern hat 75 Jahre nach der Befreiung der Konzentrationslager ein wichtiges Zeichen der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus gesetzt: Am 23. April, dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg, hat Landtagspräsidentin Ilse Aigner in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg einen Kranz im Gedenken an die Opfer niedergelegt. Wegen der Corona-Pandemie fand das stille Gedenken zusammen mit dem Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Karl Freller, sowie dem Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Dr. Jörg Skriebeleit, ohne weiteres Publikum statt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stiftung Bayerische Gedenkstätten hervor.

Geschichte

Um Punkt 13.30 Uhr war Hemau befreit

Am 24. April vor genau 75 Jahren rückten die Amerikaner ein. Nur ein glücklicher Zufall rettete die Stadt vor der Zerstörung.

Am Gedenkort „Tal des Todes“ wurde der mindestens 30 000 Opfer gedacht, die im Konzentrationslager Flossenbürg und seinen Außenlagern zwischen 1938 und 1945 durch die nationalsozialistische Vernichtungspolitik zu Tode kamen. Insgesamt waren etwa 100 000 Männer und Frauen aus über 30 Ländern inhaftiert. Rund 1500 KZ-Häftlinge befanden sich am 23. April 1945 noch im Hauptlager, als US-amerikanische Truppen das Konzentrationslager Flossenbürg befreiten.

Weil die große Befreiungsfeier in Flossenbürg am 26. April wegen des Coronavirus abgesagt werden musste, hat die Gedenkstätte ein adäquates digitales Format entwickelt. Ab dem 23. April wird unter folgendem Link www.75liberation.gedenkstaette-flossenbuerg.de eine Sonderseite veröffentlicht.

Hier werden Texte, Fotos und Videobotschaften von mehr als 50 Personen – Überlebende, Angehörige, Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg sowie Vertretern von Politik und Interessensverbänden aus aller Welt – zu sehen sein. Unter anderem wird es auch ein Statement des Bayerischen Ministerpräsidenten, Dr. Markus Söder, geben. (pm)

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