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Kommentar

Im Regen stehengelassen

Ein Kommentar von Christian Eckl

Von der Justiz haben die Bürger also nichts zu erwarten, wenn es um ihre Belange in Sachen Flutpolder geht. Sowohl das Regensburger Verwaltungsgericht, als auch der übergeordnete Verwaltungsgerichtshof in München haben Klagen abgewiesen. Die Politik zeigt sich seit Jahren wendehalsig: Einmal ist vom Flutpolder-Aus die Rede, dann erleben die zunehmend fassungslosen Betroffenen eine Kehrtwende in voller Fahrt.

Die Fakten sind klar: Die Bürger im Landkreis Regensburg haben schon vor vielen Jahren ihren Beitrag zu einem Hochwasserschutz geleistet. Das muss auch heute etwas wert sein. Die großen Städte dürfen sich nicht einfach wegducken. Auch wenn die Wohnungsnot groß ist: Regensburg liegt nunmal an der Donau. Auch die Stadt muss ihren Beitrag leisten. Am wichtigsten wäre aber, dass auch in den niederbayerischen Gemeinden flussabwärts klar wird, dass man die Verantwortung für einen nachhaltigen Hochwasserschutz nicht allein den Menschen im Landkreis Regensburg aufbürden kann. Die Folgen von Poldern für Landwirte und Hausbesitzer bei uns vor Ort müssen klar benannt werden.

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