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Umwelt

In Ostbayern wird das Trinkwasser knapp

Grundwasserstand ist teils sehr niedrig. Regierung von Niederbayern appelliert zum sparsamen Wasserverbrauch und gibt Tipps.

Trinkwasser ist ein kostbares Gut – gerade besonders in Niederbayern. Foto: Jens Büttner/zb/dpa
Trinkwasser ist ein kostbares Gut – gerade besonders in Niederbayern. Foto: Jens Büttner/zb/dpa

Landshut.Die Grundwasserstände in Ostbayern sind derzeit teils extrem niedrig. Die Bezirksregierung von Niederbayern appellierte am Mittwoch, mit dem kostbaren Gut Trinkwasser besonders sparsam umzugehen – und gab in einer Pressemitteilung eine Reihe von Tipps, wie sich das gut machen lässt. Auch die Regierung der Oberpfalz ermunterte zu Sorgsamkeiten. Die Gefahr einer flächendeckenden Trinkwasserknappheit bestehe zwar nicht, auch durch Wasser-Verbünde könnten Engpässe im Zweifelsfall ausgeglichen werden. Kleinere Quellwasser könnten bei längerer Trockenheit aber an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gelangen.

Zu den Ratschlägen der Regierung der Niederbayern zählt, bei der Gartenbewässerung lieber Regenwasser statt Trinkwasser zu verwenden. Swimming-Pools und Schwimmteiche sollten in diesen Tagen nur noch in Ausnahmefällen befüllt werden, so eine weitere Bitte. Bei der Reinigung von Kraftfahrzeugen könne durch das Nutzen von Waschanlagen mit Wasserrückführung wirksam Trinkwasser gespart werden.

Für die Industrie, das Gewerbe und die Landwirtschaft könne – soweit keine Trinkwasserqualität notwendig ist – die Verwendung von Wasser aus abflussstarken, oberirdischen Gewässern eine Alternative sein, heißt es in der Pressemitteilung. Es sei auch zu überlegen, ob Wasser im Betrieb mehrfach verwendet werden könne.

Grund für die Wasserknappheit ist, dass in den vergangenen Jahren in den Wintermonaten die früher üblichen starken Schneefälle und länger anhaltenden Landregen ausgeblieben sind. Diese spielen jedoch bei der Grundwasserneubildung eine starke Rolle. Regenfälle im Sommerhalbjahr besitzen nämlich einen relativ hohen Verdunstungsanteil und füllen so die Grundwasserspeicher nur geringfügig auf. Seit dem Jahr 2003 werden nach Angaben der Regierung von Niederbayern Defizite bei der Grundwasserneubildung aufgezeichnet. Momentan liegen die Messwerte der Grundwassermessstellen fast ausschließlich im niedrigen bis sehr niedrigen Bereich. Im vergangenen Jahr wurden an vielen Messstellen die niedrigsten Wasserstände seit Beginn der Aufzeichnungen beobachtet.

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