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Investitionen drücken Gewinn von Webasto

Der Autozulieferer richtet sich neu aus. Davon sind auch zwei ostbayerische Werke betroffen.

Investitionen belasten Gewinn des Autozulieferers Webasto. Foto: Stefan Sauer/Archivbild
Investitionen belasten Gewinn des Autozulieferers Webasto. Foto: Stefan Sauer/Archivbild

München.Der Panorama- und Schiebedachhersteller Webasto spürt die flaue Autokonjunktur, investiert aber kräftig in neue Werke und in das neue Geschäftsfeld Batteriesysteme.

Das werde das Ergebnis nach einem Dämpfer im vergangenen Jahr auch dieses Jahr bremsen, sagte Vorstandschef Holger Engelmann am Dienstag in München. Bis 2025 will er den Umsatz verdoppeln auf knapp sieben Milliarden Euro.

Zwei ostbayerische Werke betroffen

Der bayerische Autozulieferer hat im vergangenen Jahr in Asien 42 Prozent seines Umsatz erwirtschaftet - erstmals mehr als in Europa. In China baut Webasto gerade sein elftes Werk. Es soll im Oktober in Betrieb gehen. In den USA und in Mexiko werden zwei Fabriken errichtet.

Drei deutsche Werke werden neu ausgerichtet: Utting am Ammersee wird zum Kompetenzzentrum Automatisierung, in Schierling und Hengersberg in Ostbayern rücken Batterien und Prototypen in den Fokus. Die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland werde dieses Jahr um 200 auf 4000 wachsen, sagte Engelmann. Weltweit beschäftigt der Familienkonzern 13 500 Menschen.

Webasto setzt auf Elektroauto

Im vergangenen Jahr sank der Umsatz leicht auf 3,4 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis fiel um 19 Prozent auf 202 Millionen Euro. Für das laufende Jahr stellte Engelmann mehr Umsatz, wegen der weiter hohen Investitionen aber noch etwas weniger Gewinn in Aussicht.

Webasto verdient sein Geld vor allem mit Panorama- und Schiebedächern. Standheizungen und Klimaanlagen bringen 600 Millionen Euro ein.

Mit dem Elektroauto wachse aber gerade ein gewaltiger Markt für Heizungen heran, sagte Engelmann. Und Batterien, heute noch „ein zartes Pflänzchen“ mit 20 Millionen Euro Umsatz, sollen 2025 eine Milliarde beitragen.

Nächstes Jahr läuft die Fertigung für einen großen Bus- und Lkw-Hersteller an. (dpa)

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