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Katholiken-Komitee wünscht mehr Engagement für die Ökumene

Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Joachim Unterländer, hat mehr Engagement für die Ökumene angemahnt. Gerade in einer säkularen Welt „müssen wir alles tun, um die Ökumene zu stärken“, sagte Unterländer am Samstag bei der Frühjahrsvollversammlung des Landeskomitees in Passau.

München.Es müssten hier „mehr gesamtgesellschaftliche und weniger dogmatische Fragen“ in den Vordergrund rücken, sagte Unterländer, der auch CSU-Landtagsabgeordneter ist. Er bezog sich dabei auf den Dissens vor allem unter den bayerischen Bischöfen in der Frage, ob in Einzelfällen Protestanten in konfessionsverschiedenen Ehen zur Kommunion bei den Katholiken zugelassen werden sollen. „Wir müssen das Miteinander im Alltag über die Kommunionsspendung hinaus stärken.“

Das Landeskomitee fordert in einen am Samstag gefassten Beschluss die Einrichtung eines Landeskirchensteuerrats. Dieser solle für „Entscheidungen über die Verwendung kirchlicher Gelder auf Landesebene im Rahmen des überdiözesanen Fonds“ zuständig sein. Die Mitglieder dieses Rates müssten „sachkompetent und unabhängig sein“ und demokratisch gewählt werden, hieß es weiter. Das Laiengremium unterstrich die Bedeutung von Transparenz und Vergleichbarkeit bei der Bilanzierung der kirchlichen Vermögensverhältnisse.

Unterländer rief dazu auf, auch Laien gemäß ihren Fähigkeiten stärker in das kirchliche Glaubensleben einzubinden. Das gehe in Richtung von „personae probatae“, also geeigneten und verdienten Persönlichkeiten. Dazu müsse über die künftigen Zugangskriterien für den priesterlichen und diakonischen Dienst in der Kirche nachgedacht werden. Hintergrund solcher Überlegungen ist der zunehmende Priestermangel in der katholischen Kirche Deutschlands.

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