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Kein Lebenszeichen von Amberger Weltumsegler

Die örtliche Polizei auf Martinique sucht in der Karibik weiter den Vermissten (57) mit Flugzeugen, Booten und Hubschraubern.
Von André Baumgarten

  • Nach 861 Tagen könnte die Weltumsegelung nun ein tragisches Ende gefunden haben.
  • Der 57-jährige Amberger kurz vor der Atlantik-Überfahrt in der Kajüte seiner Yacht „Balu“.
  • Unter Segel wurde die Yacht am Sonntag in der Karibik gefunden – ohne Bodo Rufenach

Amberg. Familie und Freunde des Amberger Weltumseglers hoffen weiter – bis Donnerstag (11 Uhr) gab es allerdings noch keine Spur und kein Lebenszeichen von Bodo Rufenach. Meldungen in einigen Medien, dass die Suche eingestellt wurde, sind nicht richtig. Wie Bodo Rufenachs Bruder im Internetblog schreibt, arbeitet die Polizei jetzt direkt mit einem Segelfreund des 57-jährigen vermissten Ambergers zusammen: „Die Polizei hat Bodo noch nicht aufgegeben und es wird weiterhin mit Flugzeugen, Hubschraubern und Booten nach ihm gesucht“, heißt es auf der Seite.

Bodo Rufenach, der als sehr umsichtiger und versierter Segler gilt und jahrelang in einer eigenen Segelschule in Kümmersbruck bei Amberg sein Wissen an den Nachwuchs weitergab, startete im August 2008 in Nürnberg. Frei und unabhängig zu sein war sein Ziel; „träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“ das Lebensmotto. Acht Jahre später wollte der Amberger wieder in Nürnberg einlaufen. Das wäre der Tag gewesen, an dem er einmal die Welt umsegelt hätte.

Doch möglicherweise ist der große Traum jäh geplatzt: Am Sonntag war die 10,25 Meter lange Stahl-Jacht „Balu“ (benannt nach dem Bären aus dem Dschungelbuch) führerlos zwischen Martinique und St. Lucia in der Karibik gesichtet und dann in den Hafen Le Marin geschleppt worden. Es wird laut den örtlichen Behörden vermutet, dass der 57-Jährige am Sonntag gegen 4 Uhr morgens über Bord ging. Vermutlich war er gerade mit der Reparatur des defekten Motors beschäftigt.

Die Polizei hatte bei der näheren Untersuchung des Boots an Bord ausgebreitetes Werkzeug gefunden. Man hatte zudem unter Deck zwar das Rettungsboot entdeckt, aber keine Rettungsweste gefunden. Die geringe Hoffnung besteht, dass Rufenach diese am Körper getragen hat, als er über Bord ging. Während die Polizei mit Hochdruck weiter nach dem Vermissten sucht, geht die Seenotrettung laut dem Blogeintrag nicht mehr davon aus, Rufenach im Wasser zu finden.

Nach wie vor informiert Rufenachs Bruder die Öffentlichkeit aktuell auf der Internetseite (balu-auf-reisen.de), wo der vermisste Amberger seinen Lebenstraum von der Weltumsegelung, die er möglicherweise mit seinem Leben bezahlen musste, dokumentiert hatte.

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