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Knobloch mahnt starkes Engagement gegen Antisemitismus an

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, hat die Deutschen zu einem engagierten Auftreten gegen Antisemitismus aufgerufen. „Es braucht endlich einen parteiübergreifenden Aufschrei“, sagte sie dem Berliner „Tagesspiegel“ (Freitag). „Wir haben in Deutschland sehr viele aufrechte Demokraten. Doch gerade auf der politischen Ebene müssen sie sich lautstark zu Wort melden, um Judenfeindlichkeit anzuprangern.“ Das vermisse sie.

Charlotte Knobloch. Foto: Peter Kneffel/Archiv
Charlotte Knobloch. Foto: Peter Kneffel/Archiv

München.Es sei einfach zu wenig, Antisemitismus nur zu bedauern. Da müsse mehr kommen. „Die Politiker müssen sich zur jüdischen Gemeinschaft bekennen, ihr Wohlergehen zur Staatsräson machen“, betonte Knobloch.

Sie plädierte zudem für einen offensiveren Umgang mit der AfD - „bis an die juristischen Grenzen“. Lange Zeit habe man die Partei gewähren lassen, sagte sie: „Nun sitzt die AfD in allen Landtagen und im Bundestag. Und sie kann ungestraft Dinge von sich geben, die Antisemitismus befördern und ihn so gewissermaßen gesellschaftsfähig machen.“

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