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Ausstellung

Körperwelten gehen in die Verlängerung

Gunther von Hagens’ Körperwelten sind eine Woche länger im Regensburger DEZ zu sehen. Der 100 000. Besucher wird erwartet.

Die Ganzkörperplastinate des Anatomen Gunther von Hagens sind für ihre exzentrischen Posen bekannt. Fotos: Tino Lex
Die Ganzkörperplastinate des Anatomen Gunther von Hagens sind für ihre exzentrischen Posen bekannt. Fotos: Tino Lex

Regensburg.Das anhaltend große Interesse habe den Veranstalter der Körperwelten-Ausstellung im Regensburger Donau-Einkaufszentrum dazu bewogen, die Anatomieschau um eine Woche zu verlängern. So sind die Körperwelten nun bis zum 13. Mai zu sehen.

Zudem wird wohl schon an diesem Wochenende der 100 000. Besucher erwartet – nach nur zehn Wochen. Rund 200 Plastinate sind in der Ausstellung zu sehen.

„Körperwelten“ wollen Besucher anregen, sich mit ihrem Körper zu befassen – und schlechte Gewohnheiten zu überdenken.

200 Plastinate sind zu sehen

Blickfang der Schau sind natürlich die Ganzkörperplastinate, die als Tennisspieler, Skispringer oder weltkugelstemmender Atlas posieren. Höhepunkt ist ein plastiniertes Pferd mit einem Reiter, dessen Schädel und Körper aufgefächert ist. Ein plastinierter Anatom beugt sich über eine plastinierte Leiche. Eine plastinierte Seiltänzerin trägt ihre inneren Organe mit Lunge, Herz, Leber und Verdauungstrakt als Bündel über dem Kopf. Dazu erklärt eine Tafel, wie der Gleichgewichtssinn funktioniert.

Die Posen wie die des abenteuerlich weit nach hinten gebeugten Gitarristen sollen unterschiedliche anatomische Merkmale aufzeigen: Ein Tennisspieler zeigt zum Beispiel, welche Muskelpartien beim Tennis beansprucht werden. Sie ermöglichten es „den Besuchern, das Plastinat besser in Bezug zum eigenen Körper zu bringen“, schreiben die Ausstellungsmacher. Andere Exponate sind der „Arterien-Mann“, dessen Blutgefäße freigelegt sind oder die am Gehirn zusammenlaufenden Nervenstränge.

Lesen Sie auch: Bei einer Führung durften Sehbehinderte die Exponate der Körperwelten in Regensburg berühren. Das ist sonst streng verboten.

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Körperwelten und der Zyklus des Lebens

  • Die Ausstellung

    ist bis 6. Mai im ehemaligen Gartencenter des Regensburger Donauseinkaufszentrums zu sehen. Sie ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet, samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Gegen Vorlage der MZ-Club-Card gibt es 40 Prozent Rabatt auf Erwachsenen- und Familientickets für die ersten vier Montage (19. und 26. Februar und 5. und 12. März).

  • Im Rahmenprogramm

    berichtet am 23. März Chef-Präparator Alfred Riepertinger über seine Arbeit. Am 13. April gibt es eine Kriminacht mit der Regensburger Autorin Andrea Maria Schenkel – „Auf den Spuren vergangener Morde“. Prof. Franz Josef Wetz spricht am 20. April über Kuriositäten der Anatomiegeschichte. Die Veranstaltungen finden jeweils um 19 Uhr im Kolpingsaal statt. (kk)

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