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Wissenschaft

Kükenschreddern: Forscher zeigen Ausweg

Bayerische Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, die das Kükentöten stoppen könnte. Sie setzen auf ein MRT.

Millionen Küken werden direkt nach dem Schlüpfen getötet. Foto: Marc Tirl/dpa
Millionen Küken werden direkt nach dem Schlüpfen getötet. Foto: Marc Tirl/dpa

München.Derzeit werden in Deutschland jährlich bis zu 50 Millionen männliche Küken unmittelbar nach dem Schlüpfen getötet. Der Grund: Ihre Aufzucht ist unwirtschaftlich – sie legen keine Eier und setzen nur schlecht Fleisch an. Wissenschaftler der Technischen Universität in München (TUM) haben ein Methode entwickelt, die das massenhafte Kükentöten bald beenden könnte.

Methoden zur Früherkennung des Geschlechts

Weltweit forschen Teams an Methoden zur Früherkennung des Geschlechts von Küken. So haben Forscher aus Sachsen bereits ein schnelles Bestimmungsverfahren mittels einer spektroskopischen Untersuchung entwickelt. Sie bestrahlen das kurz bebrütete Ei mit Licht bestimmter Wellenlänge. Die von Blutgefäßen reflektierten und transmittierten Strahlen werden dann außerhalb des Eis analysiert.

Lesen Sie außerdem: Laut dem Zentralverbands der Geflügelwirtschaft wird das Ende des massenhaften Kükentötens in Brütereien noch im Jahr 2018 eingeleitet.

Dagegen setzen die Forscher der TU München bei ihrem Verfahren auf Kernspintomographen (MRT), die bereits breit in der Medizin genutzt werden. Die Technik ermögliche sowohl das Geschlecht als auch den Befruchtungsstatus kontaktlos und nicht-invasiv zu bestimmen, wie die Professoren Benjamin Schusser und Axel Haase berichteten. Im Gegensatz zu früheren Methoden würde die Eierschale dabei nicht in Mitleidenschaft gezogen. So könnten auch keine Keime ins Ei eintreten und den empfindlichen Embryo schädigen.

Patente angemeldet

Entscheidend für die Geschlechtsbestimmung ist die entwickelte Software, die die vom MRT gewonnenen Daten auswerten könne, so Schusser. Auf beide Methoden wurden bereits Patente angemeldet.

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