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Kultur-Neustart soll Pfingsten beginnen

Auch die Kultur in Bayern soll in der Krise eine Perspektive bekommen. Erste Schritte kommen bald, bleiben aber vage.

Kinos bleiben vorerst geschlossen, sollen aber auch unter besonderen Auflagen irgendwann wieder öffnen dürfen. Foto: Peter Kneffel/dpa
Kinos bleiben vorerst geschlossen, sollen aber auch unter besonderen Auflagen irgendwann wieder öffnen dürfen. Foto: Peter Kneffel/dpa

München.Nach langen coronabedingten Schließungen will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch bei der Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen sehr vorsichtig vorgehen, setzt aber auf einen langsamen Neustart ab Pfingsten. „Auch da gilt der Grundsatz: Besonnenheit und Vorsicht“, sagte Söder am Donnerstag in München. Er betonte: „Wir glauben, dass wir Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten entwickeln sollen.“ Das Gros werde nach Einschätzung der Kulturminister aber eher erst ab den Sommerferien oder danach beziehungsweise im Herbst folgen. „Schrittweise, besonnen, Stück für Stück“, betonte der Ministerpräsident.

„Sowas wie ein Rockkonzert – Beispiel – ist nach allen menschlichen Erfahrungen eher in sehr späteren Zeitachsen zu sehen als jetzt, was weiß ich, „Don Carlos““, sagte Söder. „Da muss man in Stufen agieren.“

Kirche dient als Vorbild

Söder kündigte bereits strenge Hygieneschutzkonzepte an, ähnlich wie in Gottesdiensten. „Das Modell der Kirchen könnte da ein ganz gutes Modell sein.“ Dort gelten in Innenräumen beispielsweise ein Mindestabstand von 1,5 Metern und eine Mundschutzpflicht.

Kunstminister Bernd Sibler (CSU) betonte, auch bei einer Wiedereröffnung der Spielstätten im Herbst werde es Einschränkungen geben. „Wir werden nicht den 1000-Leute-Saal komplett voll haben“. Eine weitere denkbare Maßnahme sei eine „Personalisierung von Ticktes“.

Bundesländer sollen in Sachen Kino zusammenarbeiten

Für Kinos forderte Bayerns Digitalminister Judith Gerlach (CSU) ein bundesweit einheitliches Vorgehen. „Wir brauchen einheitliche Starts“, sagte sie. „Kinos brauchen attraktive Filme. Die Filme starten aber nur, wenn sie bundesweit gezeigt werden können.“ Sie halte darum „ein abgestimmtes Vorgehen“ der Bundesländer „für absolut sinnvoll“.

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