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Bayern
Sonntag, 23. September 2018 24° 7

Brauchtum

Kulturerbe in Bayern wächst

Die Oberpfälzer Zoiglkultur, das Augsburger Friedensfest und das Drechslerhandwerk - in Bayern gehört das jetzt alles zum immateriellen Kulturerbe. Zwölf Traditionen, Bräuche und Handwerkstechniken wurden in diesem Jahr neu in das Landesverzeichnis aufgenommen.

München.Man wolle damit das Bewusstsein für die einzigartigen und vielfältigen Traditionen schärfen, sagte Kunstministerin Marion Kiechle (CSU): „Mit großer Leidenschaft und persönlichem Engagement leben und pflegen die Menschen ihre Traditionen und erhalten sie für die Zukunft durch die aktive Weitergabe von Generation zu Generation.“ Als Zeichen der Wertschätzung lädt Kiechle heute zu einem Festakt in das Neue Schloss Schleißheim bei München.

Neu dabei sind nun unter anderem die Agnes-Bernauer-Festspiele in Straubing, die Nürnberger Epitaphienkultur und die Schafhaltung - ebenso wie die Weihnachtsschützen im Berchtesgadener Land und die traditionelle Dörrobstherstellung im Steigerwald. Charakteristisch für die Oberpfälzer Zoiglkultur ist das gemeinschaftliche Brauen im lokalen Kommunbrauhaus sowie der Ausschank bei (Laien-)Wirten.

Der Freistaat hatte 2015 das Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes eingerichtet, um den kulturellen Reichtum zu würdigen, als Ergänzung zum bundesweiten Verzeichnis. Mittlerweile gibt es mehr als 30 Einträge wie den Münchner Viktualienmarkt, die Oberammergauer Passionsspiele und die bayerische Bierbrautradition nach dem Reinheitsgebot. Wer dabei sein will, kann sich voraussichtlich 2019 wieder bewerben; Experten entscheiden dann über das Gesuch.

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