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Landtag

Kultusminister Sibler will Bayerns Lehrer mehr entlasten

Immer mehr Lehrer gehen in Bayern vorzeitig in den Ruhestand. Das geht aus der Antwort auf eine schriftlichen Anfrage der Landtags-SPD hervor. Für die Sozialdemokraten die Folge verfehlter Schulpolitik, für Kultusminister Bernd Sibler eine ernstzunehmende Entwicklung.

Bernd Sibler. Foto: Sven Hoppe/Archiv
Bernd Sibler. Foto: Sven Hoppe/Archiv

München.Die Zahl der Lehrer in Bayern, die vorzeitig in den Ruhestand gehen, steigt. Waren es 2013 noch 1239 Lehrkräfte, die die Schulen vorzeitig verließen, gingen im vergangenen Jahr 2883. Das geht aus der Antwort des Kultusministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Landtags-SPD hervor. „Dieser Trend lässt sich nur mit der immer stärker steigenden Belastung bayerischer Lehrkräfte erklären“, sagte Fraktionsvize Simone Strohmayr in München. Der Stress durch Leistungsdruck, zu große Klassen und immer neue Aufgaben für die Schulen sei enorm. Gestützt werde dieser Eindruck auch durch die steigende Zahl derer, die wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand gehen. Nach Angaben des Kultusministeriums stieg diese seit 2013 von 585 auf 645 Lehrkräfte im Jahr. „Hier zeigt sich die verfehlte Schulpolitik in Bayern der vergangenen Jahre“, kritisierte Strohmayr.

Für Bayerns neuen Kultusminister Bernd Sibler (CSU) eine Entwicklung, die er sehr ernst nehme: „Wir müssen weiter daran arbeiten, die Rahmenbedingungen für unsere Lehrer zu verbessern“, sagt er am Mittwoch in München. In den vergangenen Jahren sei die Klassengröße nach und nach gesenkt und das Betreuungsverhältnis verbessert worden. „Ein wichtiger Schritt ist mit dem Bayerischen Bildungspaket getan, mit dem wir in den kommenden Jahren rund 2000 Lehrerinnen und Lehrer zusätzlich einstellen.“

Auch für Unterstützung in den Herausforderungen wie Inklusion und Integration werde gesorgt, damit sich die Lehrkräfte auf ihre Kernaufgabe eines guten Unterrichts konzentrieren können. „Trotz aller Bemühungen müssen wir aber auch darauf achten, dass nicht immer mehr neue Aufgaben auf unsere Schulen und Lehrer zukommen.“

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