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Natur

Landkreis Bad Kissingen sucht Hornissen- und Wespenumsetzer

Der Landkreis Bad Kissingen will etwas gegen das Insektensterben tun und sucht deshalb ehrenamtliche Hornissen- und Wespenumsetzer. Die sollen - wenn es nötig ist - Nester von Wespen und Hornissen beispielsweise aus Gartenhäuschen und Rollläden fachmännisch entfernen und an einen besseren Ort in der Natur umsetzen.

Der ehrenamtliche Hornissenumsetzer Claus Schenk setzt das umzusiedelnde Wespennest in einen Schaukasten im Wildpark Klaushof. Foto: Matthias Merz/Archiv
Der ehrenamtliche Hornissenumsetzer Claus Schenk setzt das umzusiedelnde Wespennest in einen Schaukasten im Wildpark Klaushof. Foto: Matthias Merz/Archiv

Bad Kissingen.Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises will im Herbst ein entsprechendes Seminar für Interessierte anbieten. Hintergrund ist, dass Wespen- und Hornissennester aus meist unbegründeter Angst vor den Tieren immer wieder eigenmächtig zerstört und die Tiere getötet werden. Das ist allerdings verboten und kann zu hohen Geldstrafen führen. Hornissen stehen gar auf der Roten Liste und gelten damit als gefährdete Tiere.

Zudem sind solche rabiaten Maßnahmen in den meisten Fällen unnötig. Zum einen, weil oft schon einfachste Schutzmaßnahmen wie Fliegengitter helfen, und zum anderen, weil die Insekten auch umgesiedelt werden können, wie die Untere Naturschutzbehörde in ihrem Aufruf schreibt. Allerdings gebe es in der Region immer weniger Menschen, die wissen wie das geht. Im Landkreis Bad Kissingen gibt es einer Sprecherin des Landratsamtes zufolge derzeit sechs solcher ehrenamtlicher Experten.

Deshalb ist der Landkreis nun auf der Suche nach Naturschützern, die dabei helfen wollen, die Insektenvielfalt durch den Schutz von Wespen und Hornissen zu erhalten. Denn: „Diese Insekten sind von großer Bedeutung für den Naturhaushalt und das Gleichgewicht im Ökosystem“, wie die Behörde weiter schreibt.

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