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Bayern
Freitag, 21. September 2018 27° 1

Landtag

Landtags-SPD fordert staatliche Mittel für Ersthelfer

Die SPD im bayerischen Landtag fordert vom Freistaat finanzielle Mittel für Ersthelfer. „Die Staatsregierung gibt für allerlei Wohltaten Milliarden aus, aber die Finanzierung der Ersthelfer wird den Feuerwehren, Rettungsdiensten und Ehrenamtlichen selbst überlassen“, erklärte der Abgeordnete Klaus Adelt (SPD) nach Angaben seiner Fraktion. Er wolle eine finanzielle Entlastung der freiwilligen Helfer erreichen.

Der Landtagsabgeordnete Klaus Adelt (SPD). Foto: Tobias Hase/Archiv
Der Landtagsabgeordnete Klaus Adelt (SPD). Foto: Tobias Hase/Archiv

München.Aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des SPD-Politikers ging hervor, dass die sogenannten First Responder keine Unterstützung der Staatsregierung erhalten. „Bei der organisierten Ersten Hilfe handelt es sich um eine freiwillige Aufgabe; sie unterliegt weder dem Sicherstellungsauftrag der rettungsdienstlichen Aufgabenträger, noch zählt sie zu den (hoheitlichen) Pflichtaufgaben der Feuerwehren“, so die Begründung des Ministeriums in seinem Schreiben.

Die Ersthelfer sind in der Regel bei Rettungsorganisationen und Freiwilligen Feuerwehren angesiedelt und werden bei Notfällen meistens von der Rettungsleitstelle alarmiert. Bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungswagen leisten sie an der Einsatzstelle Erste Hilfe. Die Arbeit der Freiwilligen entspreche der für „jedermann geltenden Pflicht, in Notfällen die zumutbare Hilfe zu leisten“, schrieb das Innenministerium. Die SPD-Fraktion warf in ihrer Mitteilung der Staatsregierung vor, First Responder „wie unqualifizierte Laien“ zu behandeln.

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