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Leoni will 2000 Stellen streichen

Der angeschlagene Autozulieferer rutscht immer tiefer in die Krise. Der Finanzchef legte sein Amt am Sonntag nieder.

Im vergangenen Jahr war der Leoni-Gewinn vor Zinsen und Steuern um gut ein Drittel auf 144 Millionen Euro abgerutscht. Foto: Nicolas Armer/Archiv
Im vergangenen Jahr war der Leoni-Gewinn vor Zinsen und Steuern um gut ein Drittel auf 144 Millionen Euro abgerutscht. Foto: Nicolas Armer/Archiv

Nürnberg.Der angeschlagene Autozulieferer und Kabelhersteller Leoni rutscht immer tiefer in die Krise. 2000 Stellen sollen nun gestrichen werden, 500 davon in Hochlohnländern, wie das Unternehmen mitteilte. Mit einem Sparprogramm sollen die strukturellen Kosten bis 2022 um 500 Millionen Euro im Vergleich zu 2018 gesenkt werden. Ziel sei es, profitabler zu werden, erläuterte der seit September amtierende neue Konzernchef Aldo Kamper am Montag.

Vom Geschäftsergebnis 2018 zeigte sich Leoni enttäuscht und sprach von dringendem Handlungsbedarf. Der Finanzchef Karl Gadesmann legte sein Amt am Sonntag nieder.

Neues Werk in Mexiko problematisch

Schwierigkeiten bereiten den Nürnbergern das neue Werk in Mexiko sowie die Sparte mit Bordnetzsystemen. Darüber hinaus belastet die schlechte Stimmung in der Automobilbranche das Geschäft.

Im vergangenen Jahr war der Gewinn vor Zinsen und Steuern um gut ein Drittel auf 144 Millionen Euro abgerutscht. Unter dem Strich halbierte sich der Konzernüberschuss auf 73 Millionen Euro. Leoni beschäftigt mehr als 90 000 Mitarbeiter weltweit.

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