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Migration

Linnemann zum Asylstreit: Beide müssen sich bewegen

Im Unionsstreit um die Flüchtlingspolitik hat der CDU-Politiker Carsten Linnemann beide Protagonisten - CSU-Chef Horst Seehofer wie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) - aufgefordert, ein Stück weit einzulenken. „Das ist Demokratie, und da müssen sich beide bewegen, beide müssen aufeinander zugehen, es geht hier um sehr viel“, sagte der Unionsfraktionsvize am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Und wenn die Politiker immer sagen, erst das Land, dann die Partei, dann kann man jetzt mal zeigen, dass das wirklich so ist.“

Carsten Linnemann (CDU) im Deutschen Bundestag. Foto: Christophe Gateau/Archiv
Carsten Linnemann (CDU) im Deutschen Bundestag. Foto: Christophe Gateau/Archiv

Berlin.Einen Bruch der Koalition könne man sich nicht leisten, argumentierte Linnemann. Man habe sonst eine „Situation wie in Italien“, ohne Volksparteien und mit Populisten an der Macht. „Das will keiner, und diese Schicksalsgemeinschaft, die Fraktionsgemeinschaft steht über allem. Und das müssen die beiden wissen, es geht um Führungsverantwortung jetzt.“ Eine Neuwahl könne nicht die Lösung sein.

Seehofer hatte in der Nacht zum Montag den Rücktritt von seinen Ämtern als Bundesinnenminister und CSU-Parteichef angeboten, den er in den nächsten drei Tagen vollziehen will - falls mit der CDU nicht doch noch eine gemeinsame Lösung gefunden wird. Zunächst soll es deshalb am Montagnachmittag doch noch ein weiteres Gespräch der beiden Parteispitzen geben.

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