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Kriminalität

LKA-Prozess: Der Staatsanwalt plädiert

Der Nürnberger Spitzel-Prozess gegen sechs Beamte des Bayerischen Landeskriminalamts geht weiter. Anklagevertreter spricht.

Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth läuft der Prozess gegen Mitarbeiter des Landeskriminalamts. Foto: Daniel Karmann/dpa-Archiv
Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth läuft der Prozess gegen Mitarbeiter des Landeskriminalamts. Foto: Daniel Karmann/dpa-Archiv

Nürnberg. Im Nürnberger Spitzel-Prozess gegen sechs Beamte des Bayerischen Landeskriminalamts hält am Dienstag wohl die Staatsanwaltschaft das Schlussplädoyer. Zuvor soll nach Angaben eines Gerichtssprechers noch ein Zeuge gehört werden.

Haben die Ermittler kriminelle Machenschaften gedeckt?

Die Staatsanwaltschaft wirft den Polizisten unter anderem Strafvereitelung im Amt und Diebstahl in mittelbarer Täterschaft vor. Die Ermittler sollen einen V-Mann bei der Rockergruppe „Bandidos“ eingeschleust und dessen kriminelle Machenschaften dann gedeckt oder sogar unterstützt haben.

Hintergrund des Verfahrens vor dem Landgericht Nürnberg ist ein Diebstahl der „Bandidos“ von Minibaggern und anderen Baumaschinen 2011 in Dänemark. Daran war auch der damalige Spitzel beteiligt.

Vorbestrafter wurde bei Rockergruppe Bandidos eingeschleust

Die LKA-Beamten hatten den vorbestraften V-Mann 2009 bei den „Bandidos“ in Regensburg eingeschleust, um mehr über die Rockergruppe zu erfahren. V-Leute – Vertrauens- oder Verbindungspersonen – liefern Polizei oder Nachrichtendiensten Informationen aus kriminellen Milieus, in welche die Ermittler sonst keinen Einblick hätten.

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