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Diözese Regensburg

Mädchen befummelt – Strafbefehl gegen Pfarrer

Das Amtsgericht Tirschenreuth hat gegen einen Geistlichen der Diözese Regensburg eine Bewährungsstrafe verhängt.

Regensburg. Ein katholischer Priester in Bayern hat einen Strafbefehl wegen sexuellen Kindesmissbrauchs bekommen. Der ehemalige Pfarrer aus Erbendorf in der Oberpfalz soll 2009 drei Mädchen einer Grundschulklasse im Religionsunterricht unsittlich angefasst haben. Der Strafbefehl des Amtsgericht Tirschenreuth, der eine zehnmonatige Bewährungsstrafe und eine Zahlung von 4000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung umfasst, ist noch nicht rechtskräftig, berichtete am Dienstag das Landgericht Weiden. Sollte der Priester widersprechen, würde der Fall beim Amtsgericht öffentlich verhandelt.

Zunächst war gegen den Mann noch wegen weiterer Übergriffe ermittelt worden. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen zu diesen Fällen jedoch ein, weil sie keinen Missbrauch sah.

Der Verteidiger kündigte an, dass sein Mandant die zweiwöchige Einspruchsfrist zur Überprüfung der Vorwürfe nutzen werde. Einen sexuellen Hintergrund für die Handlungen verneine der Geistliche.

In einer Pressemitteilung der Diözese äußerte sich Generalvikar Michael Fuchs betroffen: „Ich bedaure zutiefst, dass ein Geistlicher unserer Diözese seinem Auftrag in dieser Weise zuwider gehandelt haben soll. Unser Mitgefühl gilt den betroffenen Mädchen und ihren Familien“.

Mitte April waren die Vorwürfe gegen den Geistlichen einer Pfarrei im Landkreis Tirschenreuth bekannt geworden. Er wurde umgehend vom Dienst beurlaubt.

Auch nach Abschluss des staatlichen Strafverfahrens wird August M. laut Pressemitteilung nicht mehr in der Pfarrseelsorge oder in anderen Bereichen eingesetzt, wo er mit Kindern zusammentreffen könnte. Die kirchenrechtlichen Folgen müsse man in einem eigenen kirchlichen Verfahren klären.

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