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Bayern
Montag, 20. August 2018 30° 1

Prozesse

Mann wegen Volksverhetzung verurteilt

Das Amtsgericht Dresden hat einen 62-Jährigen wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 5000 Euro verurteilt. Aus Äußerungen des aus Bayern kommenden Deutsch-Kanadiers werde deutlich, dass er die Verbrechen der Nationalsozialisten gezielt verharmlost habe, urteilte der Richter am Freitag. Er habe sich „fast stundenlang“ in Details von Gräueltaten „gesuhlt“, die den Nazis angeblich zu Unrecht vorgeworfen worden seien. Der Angeklagte bestritt den Vorwurf der Holocaust-Leugnung.

Statue der Justitia. Foto: Arne Dedert/Archiv
Statue der Justitia. Foto: Arne Dedert/Archiv

Dresden.Der Rentner war am 11. Februar 2017 bei einer Kundgebung des vorbestraften Neonazis und Holocaust-Leugners Gerhard Ittner zum Jahrestag der Zerstörung Dresdens mit entsprechenden Äußerungen aufgefallen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Es war der erste Prozess im Zusammenhang mit der Kundgebung vor gut einem Jahr, die die Polizei wegen des Verdachts auf Volksverhetzung vorzeitig hatte beenden lassen. Mehr als 30 Anhänger verfolgten die Verhandlung, neun wurden des Saales verwiesen, als sie nach dem letzten Wort des Angeklagten klatschten. Neben dem Deutsch-Kanadier sind Ittner und mindestens ein weiterer Redner wegen Volksverhetzung angeklagt.

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